Titel: Hope
Regie: Na Hong-Jin
Besetzung: Hwang Jung-min, Hoyeon, Zo In-sung, Alicia Vikander, Michael Fassbender
Kinostart: 08.10.2026
Trailer: HOPE | Offizieller Trailer (DEUTSCH) | Ab 8. Oktober im Kino
In dem abgelegenen südkoreanischen Dorf Hope Harbor werden Polizeipostenleiter Bumseok (Hwang Jung-min) und die Polizistin Sung-ae (Hoyeon) gerufen, um eine mysteriöse Kreatur aufzuspüren, die im Dorf Chaos angerichtet hat. Im nahe gelegenen Wald nimmt ein Jägertrupp um Sung-ki (Zo In-sung) die Verfolgung der Bestie auf – nur um selbst zur Beute zu werden. Doch der Schein trügt. Aus Unwissenheit erwächst eine Katastrophe, die durch menschliche Konflikte zu einer Tragödie kosmischen Ausmaßes eskaliert.

Das ist mal das Setting des Films und zeigt wie man als Zuschauer mit voller Kraft in die Handlung gezogen wird. Schon von Anfang an spürt man die Bedrohung, welche im Raum steht und entdeckt gemeinsam mit den koreanischen Protagonisten die riesige Bedrohung bis sie eine ganz neue Dimension erreicht. Dabei wird die Gefahr durchgehend von westlichen SchauspielerInnen dargestellt und führt zu einem spannenden Kontrast. Noch dazu, da man die DarstellerInnen des Bösen nie vollumfänglich sieht, da sie über CapMotion in die Aliens projiziert werden.

Es kommen aber noch weitere Gegensätze zur Geltung. Neben den Spezialeffekten für die Aliens werden bei den Sets und bei den Stunts so wenig wie möglich künstliche Effekte benutzt. Viele Settings sind zu 100 Prozent real gebaut. Der radikale Einsatz der SchauspielerInnen wird noch dadurch verstärkt, dass sie etliche Stunts selbst machen. Zo In-sung als Sung-ki ist hier am stärksten vertreten und hat nur die Stunts nicht selbst gemacht, welche man nicht überleben kann. Die Trennung zwischen den zwei Kategorien kann man als Zuschauer leicht erkennen, da auch hier mit Extremen gearbeitet wird.

Neben diesen ganzen Erklärungen muss man aber eine Sache unbedingt wissen: Hope ist als erster Teil einer Trilogie geplant, was aber nirgends angekündigt ist. Wenn man das nicht weiß, so wirkt der Film im letzten Drittel sehr verfahren und durcheinander. Es werden Erzählstränge geöffnet die abrupt abbrechen und das Ende ist mehr als offen.

Über seine Vision sagt der Regisseur: „Letztlich will der Film vermitteln, dass alle Tragödien der Welt aus Missverständnissen entstehen. Hope erzählt diese Geschichte in rasantem Tempo und auf höchst unterhaltsame Weise.“ Na Hong-jin verspricht einen unvergleichlichen filmischen Nervenkitzel, der das Publikum an die Leinwand fesselt und noch lange nach dem Abspann nachwirkt. Das können wir bestätigen, wenn man bedenkt, dass es nach diesem Film voraussichtlich noch zwei weitere geben wird um die Geschichte zu Ende zu erzählen.
