Spiderman – Superhelden privat

Titel: Spider-Man – Brand New Day

Regie: Destin Daniel Cretton

Besetzung: Tom Holland, Zendaya, Jacob Batalon, Sadie Sink, Jon Bernthal, Tramell Tillman, Michael Mando und Mark Ruffalo

Kinostart: 29.07.2026

In „Spider-Man – Brand New Day“ ist der private Hintergrund unserer Superhelden das zentrale Thema. Das klingt zuerst langweilig, bringt aber eher die notwendige Tiefe in einen Marvel-Film, die ansonsten oft fehlt. So sind wir bei Spider-Man, Black Widow, Hulk und dem Punisher zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Das macht Spaß, wenn man mal den Tassenschrank beim Punisher aufmachen kann und sieht welche Bilder da drin kleben. Das macht sie menschlich, greifbar und witzig.

Es geht aber auch darum wie weit ist ein Superheld wirklich ein Held oder wie nah kann er auch am Monster sein. Diese Frage stellt sich HULK täglich und auch bei den anderen Superhelden und Superheldinnen gibt es schon Grenzüberschreitungen. Das macht den Kampf mit den vermeintlich Bösen nicht leichter. Zumal auch diese gute Seiten haben. Mit einem Satz: Es ist kompliziert.

Was „Spider-Man – Brand New Day“ aber wieder so richtig auflockert sind die oft mit Ironie durchzogenen Actionszenen. Diese sind inzwischen so ausgereift, dass man sich diesen Film definitiv in Motion Seats (Bewegten Kinosesseln) gönnen sollte. Denn auch die langsamen Szenen werden mit spannenden kleinen Bewegungen unterstützt.

Leider ist aber auch dieser Spider-Man sehr vorhersehbar und man erkennt schon in der ersten Sekunde, welcher Gutmensch später zum Bösen wird und andersrum. Story-Twister zeichnen sich schon weit vorher ab und so werden die 145 Minuten dann doch lang. Am Ende hat man zwar eine gute persönliche Zeit erlebt, aber für ein bewegendes Kinoerlebnis braucht es dann schon mehr. Spiderman ist eben dann doch nur Mainstream, aber dennoch gut.

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