Wünsche können schrecklich sein

Titel: OBSESSION – Du sollst mich lieben

Regie: Curry Barker

Besetzung: Michael Johnston, Inde Navarrette, Megan Lawless, Cooper Tomlinson, Andy Richter

Kinostart: 25.06.2026

Trailer: https://youtu.be/Lfq5fpbgDSc?si=m0ZUATLiKTz2fg7i

OBSESSION ist ein intelligenter Horrorfilm. Die Story ist einfach, aber voller Überraschungen. Die Schockmomente sind hierbei gering und es sind vor allem die schleichenden Veränderungen, überraschenden Taten und ungeahnten Konsequenzen welche einen Horror der intelligenten Art hervorrufen.

OBS_FP_00015 The One Wish Willow box from the film OBSESSION, a Focus Features release. Credit: Courtesy of Focus Features / © 2026 FOCUS FEATURES LLC

In „OBSESSION – Du sollst mich lieben“ nutzt der hoffnungslose Romantiker Bear (Michael Johnston) ein „One-Wish-Willow”, um seinen Crush für sich zu gewinnen. Dieser magische Gegenstand erfüllt
Wünsche, wenn man ihn zerbricht. Zunächst scheint er genau das zu bekommen, was er sich schon immer wünschte. Doch schnell muss er feststellen, dass manche Wünsche einen finsteren, unheimlichen Tribut fordern. Die Gefühle von Nikki (Inde Navarrette) geraten nämlich schon bald aus den Bahnen und steigern sich zur Obsession. Ab da endet die Romantik und es beginnt unheimlich spannend zu werden.

OBS_FP_00039_R Inde Navarrette stars as Nikki and Michael Johnston as Bear in OBSESSION, a Focus Features release. Credit: Courtesy of Focus Features / © 2026 FOCUS FEATURES LLC

Der Regisseur und Drehbuchautor Curry Barker beschreibt seinen Film so: „Mit Bear wollte ich einen Protagonisten schaffen, der nicht einfach nur ein netter Kerl ist. Er hat seine Fehler, ist ein Charakter mit vielen Facetten und fähig, sowohl verletzlich zu sein als auch grausam zu handeln. Ich wollte dem Publikum nicht vorschreiben, wie es sich fühlen soll. Ich wollte auch nicht darauf aufmerksam machen, was richtig oder falsch ist. Stattdessen ging es mir darum, die Geschichte ehrlich darzustellen und das Publikum selbst darüber nachdenken zu lassen.
Ich möchte, dass die Leute das Kino verlassen und noch darüber reden – oder noch besser darüber diskutieren –, wie sie sich gefühlt haben, was sie anders gemacht hätten und ob das, was sie gesehen haben, nun Liebe oder Besessenheit war.“

Durch das sehr gute und wiederum überraschende Ende werden die Gedanken des Publikums noch befeuert und man darf sich schon auf die Diskussionen freuen, die man nach diesem Film führen wird. „OBSESSION – Du sollst mich lieben“ ist ein Film, der durchaus auch für Neulingen des Horror-Genres geeignet ist, da er mehr ist als ein klassischer Horrorfilm.

Typisch Spielberg

Titel: DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit

Regie: Steven Spielberg

Besetzung: Josh O’Conner, Eve Hewson, Colman Domingo, Emily Blunt, Colin Firth

Kinostart: 10.06.2026

Trailer: https://youtu.be/rsv98lQQpSM?si=dS6a1BYnLcMzSrgJ

„DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ ist ein typischer Steven Spielberg Film mit all seinen Vor- und Nachteilen. Spannend, leicht verdaulich und sehr viele Momente in welchen Menschen überrascht und staunend in eine Richtung starren. Dazu einige Actionszenen, welche nicht unbedingt notwendig wären und das Ende ist vorauszusehen. Somit ist die Frage eigentlich nur: Ist man in DISCLOSURE DAY gut unterhalten?

Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner and Eve Hewson is Jane Blankenship in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.

Die Science-Fiction-Elemente in „DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ sind von realen Überlieferungen zu UAP-Phänomenen und geheimen Regierungsprogrammen inspiriert: etwa vom Roswell-Vorfall, von Kornkreisen, wiedergewonnenen Erinnerungen an Begegnungen mit Außerirdischen, CIA-Forschungsarbeiten zum Thema „Remote Viewing“ (übersinnliche Fernwahrnehmung), von militärischen Experimenten mit geborgener außerirdischer Technologie und vielem mehr. „Der Film spielt mit dem, was die Leute bereits wissen. Denn die Grundidee ist, dass mächtige Kräfte die Wahrheit vertuschen und die Menschen davon überzeugen wollen, dass das, was sie über die Jahre gehört haben, gar nicht stimmt“, erklärt der Drehbuchautor Koepp. „Deshalb war es Steven wichtig, nicht zu sehr von den Geschichten abzuweichen, die wir kennen. Dennoch wollten wir auch unsere eigene Fantasie einbringen. Deshalb haben wir viele originelle Ideen, die auf gängige Klischees Bezug nehmen.“

Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.

Diese ganze Intension hätte man aber auch gut in weniger als 145 Minuten untergebracht uns so die Geschichte sinnvoll verdichtet. Um diese lange Spielzeit zu befüllen wurden auch viele Charaktere eingeführt, welche aber weitestgehend blass bleiben. Somit zieht sich „DISCLOSURE DAY – Der Tag Der Wahrheit“ und man hofft inständig, dass die Aliens endlich erscheinen damit man nach Hause gehen kann. Somit wohl eher was für zu Hause mit Second Screening.

L to R: Colman Domingo is Hugo Wakefield, Tommy Martinez is Santiago, Emily Blunt is Margaret Fairchild, and Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.