„DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ ist ein typischer Steven Spielberg Film mit all seinen Vor- und Nachteilen. Spannend, leicht verdaulich und es gibt sehr viele Momente in welchen Menschen überrascht und staunend in eine Richtung starren. Dazu einige Actionszenen, welche nicht unbedingt notwendig wären und das Ende ist vorauszusehen. Somit ist die Frage eigentlich nur: Ist man in DISCLOSURE DAY gut unterhalten?
Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner and Eve Hewson is Jane Blankenship in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.
Die Science-Fiction-Elemente in „DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ sind von realen Überlieferungen zu UAP-Phänomenen und geheimen Regierungsprogrammen inspiriert: etwa vom Roswell-Vorfall, von Kornkreisen, wiedergewonnenen Erinnerungen an Begegnungen mit Außerirdischen, CIA-Forschungsarbeiten zum Thema „Remote Viewing“ (übersinnliche Fernwahrnehmung), von militärischen Experimenten mit geborgener außerirdischer Technologie und vielem mehr. „Der Film spielt mit dem, was die Leute bereits wissen. Denn die Grundidee ist, dass mächtige Kräfte die Wahrheit vertuschen und die Menschen davon überzeugen wollen, dass das, was sie über die Jahre gehört haben, gar nicht stimmt“, erklärt der Drehbuchautor Koepp. „Deshalb war es Steven wichtig, nicht zu sehr von den Geschichten abzuweichen, die wir kennen. Dennoch wollten wir auch unsere eigene Fantasie einbringen. Deshalb haben wir viele originelle Ideen, die auf gängige Klischees Bezug nehmen.“
Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.
Diese ganze Intension hätte man aber auch gut in weniger als 145 Minuten untergebracht und so die Geschichte sinnvoll verdichtet. Um diese lange Spielzeit zu befüllen wurden auch viele Charaktere eingeführt, welche aber weitestgehend blass bleiben. Somit zieht sich „DISCLOSURE DAY – Der Tag Der Wahrheit“ und man hofft inständig, dass die Aliens endlich erscheinen damit man nach Hause gehen kann. Somit wohl eher was für zu Hause mit Second Screening.
L to R: Colman Domingo is Hugo Wakefield, Tommy Martinez is Santiago, Emily Blunt is Margaret Fairchild, and Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.
Es ist schon großartig, wie sehr Jon Favreau, Dave Filoni und Noah Kloor die STAR WARS Gene in sich tragen. Anders ist es wohl nicht erklärbar, dass hier die Geschichten im Geiste von George Lucas entstehen. Das Erbe wurde sichtbar weitergegeben und wird hoch geachtet ohne es auf ein Podest zu stellen. Die Story wirkt natürlich und ist voller Überraschungen, verliert aber nie die Identität. Dazu gibt es noch viele Features für das Fandom: Ice-Trooper, AT-AT, Huts, Putzdroiden und vor allem viele außerirdische Monster und Söldner.
Als Bonus gibt es noch wunderbare Gastauftritte: Dave Filoni ist wieder der Pilot Trapper Wolf und der bekannte Regisseur Martin Scorsese spricht den vierarmigen Ardennianer-Händler Hugo Durant. Mittendrin sind Mando und Grogu als fantastisches Team. Die beiden könnten einfach nur im Park spazieren gehen und man würde ihnen gerne zusehen. Aber sie machen natürlich extrem aufregende Dinge. Schon der erste Kopfgeld-Auftrag ist spektakulär und bietet solch hervorragende Bilder, dass man an all die schönen STAR WARS – Momente in seinem Leben erinnert wird.
Das ist auch der Ursprung und die Magie des Ganzen. In der Pressekonferenz in Berlin hat uns Dave Filoni erzählt, wie er den ersten STAR WARS Film als Kind in New York im Kino erlebt hat. Schon die Aufregung vor dem Film war riesig. Als aber gleich am Anfang der riesige Sternenzerstörer eine gefühlte Ewigkeit in das Bild flog, da gingen die Reaktionen vom ersten Lachen zum zweiten Staunen und letztendlich zu lautem Beifallklatschen über. So geht es dem Zuschauer bei „Mandalorian and Grogu“ nicht nur in der Anfangsszene, sondern immer wieder. Man fühlt sich wieder wie bei seinem ersten STAR WARS Moment und weiß warum man diesen Brand so verinnerlicht hat.
BERLIN, GERMANY – MAY 04: Steven Gätjen, Pedro Pascal, Sigourney Weaver and Jon Favreau speak at the Berlin Fan Celebration Press Conference of „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ at The Ritz-Carlton on May 04, 2026 in Berlin, Germany. (Photo by Sebastian Reuter/Getty Images for The Walt Disney Company)
Als ob das noch nicht genug ist, gibt Sigourney Weaver als knorrige Rebellen Anführerin und X-Wing-Pilotin dem Ganzen einen besonderen Zauber. Selbst Pedro Pascal – der den Mandalorian spielt – war bei den Dreharbeiten absolut starstruck. Sigourney ist eine Ikone, die einem den Arsch aufreißt und dabei aber durchaus sympathisch ist. Das ist bei ihr aber kein Widerspruch, sondern Programm. Auf der Pressekonferenz hat Pedro berichtet, dass es für ihn etwas noch Schöneres gab als in einem STAR WARS-Film mitzuspielen: Nämlich mit Sigourney Weaver zusammenspielen zu dürfen. Er ist ein totaler Fan all Ihrer Filme und nach dem Film auch ein Fan von Sigourney als Person.
Lasst Euch auch von diesem Film und von den Darstellern in eine andere Welt mitnehmen, die so viel damit zu tun hat, warum wir das Kino lieben. Aber unbedingt im englischen Original ansehen!!!
Ryan Gosling stars as Ryland Grace in PROJECT HAIL MARY, from Amazon MGM Studios.
Photo credit: Jonathan Olley
Dieser Film macht Hoffnung. Er ist eine Utopie und sticht so aus den vielen Dystopien heraus, die unsere Kinos überfluten. Das liegt wohl daran, dass sich viele Menschen lieber auf die Sorgen als auf die Hoffnungen spezialisieren, weil sie damit ja viel klüger wirken. Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (RYAN GOSLING) war auch einmal ein Utopist und hat versucht die Welt positiv zu sehen indem er neue Wege geht. Aber die harte Realität hat ihn eingeholt und so fristet der frühere Mikrobiologe nun ein Lehrer-Leben auf einer High-School in Amerika. Aber das ändert sich als Mikroben im Weltraum sich verdichten und das Sonnenlicht für die Erde verringern. Da erscheinen dem internationalem Sonderkommando seine Ideen plötzlich ziemlich plausibel.
Ryan Gosling stars as Ryland Grace in PROJECT HAIL MARY, from Amazon MGM Studios.
Photo credit: Jonathan Olley
„Der Astronaut“ kann als ein Traum für missverstandene Wissenschaftler interpretiert werden. Denn Ryland der Mikrobiologe bekommt nun die Aufmerksamkeit für seine Ideen, die er sich immer gewünscht hat. So ist er von einem Tag auf den anderen der Mensch auf der ganzen Erde, der die drohende Eiszeit abwenden könnte. Soweit die Fakten, aber „Projekt Hale Mary“ (englisch für Himmelfahrtskommando) ist weit mehr als das. Es ist eine wunderbare Utopie in welcher die menschlichen Werte wie Empathie, Neugier und Treue auf andere Daseinsformen im Weltall überspringen. Ryland stellt auf seiner Mission zur Rettung der Erde nämlich Kontakt zu einer anderen Lebensform her, die das gleiche Schicksal teilt.
Die beiden kommunizieren zuerst kryptisch, dann immer besser und arbeiten am Ende zusammen. Bei der finalen Lösungsaktion gehen sie dann durch Dick und Dünn und beweisen dem Universum was gemeinsam möglich ist. Das klingt kitschig, aber durch den wissenschaftlichen Rahmen wird es episch und real. Es gibt eben auch Utopien. Es gibt Hoffnung im Weltraum und diese ist genauso wahrscheinlich wie die Dystopien. Somit bleibt am Ende das Zitat: „Man wird doch wohl noch träumen dürfen“.
Wenn wir allein die Menschheitsgeschichte betrachten, so sind auch Träume real geworden. Nicht zuletzt der Ausspruch „I have a dream“ von Martin Luther King. Also ab ins Kino und träumen. Denn dafür wurde dieses Medium gemacht und dann die Hoffnung und Utopien in unsere Welt bringen. Wer sich nun fragt, warum der Titel dieser Besprechung „Der retrosexuelle Astronaut“ heißt, der kann sich das letzte Bild von Ryan Gosling und Sandra Hüller ansehen. Ein kleiner Tipp: Das T-Shirt ist nur eines von vielen Nerd-Shirts, welche Ryland Grace trägt.
Hier nun eine Premiere bei hotcritics.com. Wir zeigen hier eine Filmbesprechung welche durch eine KI erstellt wurde. Wir wünschen viel Inspiration.
Filmbesprechung: MERCY (Kinostart: 22. Januar 2026)
Mit MERCY präsentiert Regisseur Timur Bekmambetov einen packenden Sci‑Fi‑Thriller, der gleichermaßen als Zukunftsvision, Gesellschaftskommentar und Hochspannungs‑Krimi funktioniert. Der Film verankert seine Story nur wenige Jahre in der Zukunft – im Jahr 2029 – und schafft gerade dadurch eine beunruhigende Nähe zur Realität.
Der Polizist Chris Raven (Chris Pratt) erwacht gefesselt in einem futuristischen Verhörstuhl – dem „Mercy Chair“. Ihm gegenüber sitzt keine menschliche Richterin, sondern eine hochentwickelte KI, verkörpert durch Rebecca Ferguson als unnahbare und zugleich faszinierende Judge Maddox. Die Anklage lautet: Mord an seiner Frau. Die Zeit, seine Unschuld zu beweisen: 90 Minuten.
Was den Fall so brisant macht: Jede Kamera, jedes Smartphone, jede Aufnahme aus öffentlicher und privater Überwachung ist für die KI einsehbar. Die gesamte digitale Welt fungiert als Beweismaterial – ein allgegenwärtiger Spiegel, der den Angeklagten retten oder vernichten kann. Je nachdem, welche Daten die Maschine als glaubwürdig oder belastend einstuft.
Bekmambetov, Begründer des „Screenlife“-Genres (Searching, Unfriended), kombiniert klassische Filmästhetik mit der Informationsflut moderner Technologie. MERCY spielt sich zwar nicht ausschließlich auf Bildschirmen ab, nutzt diese aber als integralen Bestandteil der Erzählung: Bodycam-Aufnahmen, Social‑Media‑Feeds, Drohnenbilder und Cloud-Datenwebs verweben sich zu einer kaleidoskopartigen Chronik von Ravens Leben.
Das Ergebnis ist ein visuell überwältigender Thriller, der die Grenzen zwischen Realität, digitaler Identität und Manipulation verwischt.
Chris Pratt zeigt hier eine seiner nuanciertesten Leistungen der letzten Jahre. Fernab seiner gewohnten Blockbuster‑Leichtigkeit verkörpert er einen Mann zwischen Panik, Selbstzweifel und verzweifeltem Überlebenswillen.
Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios.
Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios
Rebecca Ferguson brilliert als Judge Maddox – eine KI, die zunächst rein logisch und emotionslos wirkt, deren Prozess aber nach und nach subtile Risse zeigt. Ihr Spiel macht die Frage spannend, ob eine Maschine wirklich objektiv urteilen kann – oder ob sie, wie der Mensch, blinde Flecken entwickelt.
Auch die Nebenrollen – darunter Annabelle Wallis, Kylie Rogers und Kali Reis – tragen zur emotionalen Tiefe bei und erweitern das Puzzle rund um Wahrheit, Schuld und Erinnerung.
Aktueller denn je
Die Themen von MERCY – Überwachung, KI‑Ethik, digitale Vorverurteilung – wirken nicht übertrieben futuristisch, sondern erschreckend plausibel. Das Presseheft verweist sogar auf reale Projekte, etwa KI‑basiertes „Predictive Policing“ oder digitale Entscheidungsalgorithmen in Gerichtssystemen. Der Film stellt Fragen, die uns längst betreffen:
Wie viel Macht sollte eine Maschine über menschliches Leben haben?
Was passiert, wenn Daten falsch interpretiert werden – oder manipuliert sind?
Ist völlige Transparenz ein Schutz oder eine Waffe?
MERCY macht aus diesen Fragen kein philosophisches Kammerspiel, sondern einen temporeichen Thriller, der gleichzeitig unterhält, provoziert und nachdenklich stimmt.
MERCY ist ein mitreißender, hochaktueller Science‑Fiction‑Thriller, der Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet.
Bekmambetov nutzt innovative Technik, um ein Szenario zu entwerfen, das nur einen Schritt von unserer Gegenwart entfernt scheint. Chris Pratt und Rebecca Ferguson liefern herausragende Performances in einem Film, der die Frage stellt, wie viel Kontrolle wir bereit sind, einer künstlichen Intelligenz zu überlassen – und was passiert, wenn wir diese Grenze überschreiten.
Ein Muss auf der großen Leinwand – nicht nur wegen der spektakulären visuellen Umsetzung, sondern vor allem, weil der Film eine Diskussion eröffnet, die uns alle betrifft.
Endlich ein Film, der die KI mal so darstellt wie oder besser was sie ist: Ein Tool, ein Werkzeug, etwas was Menschen anwenden können. Zugegeben MERCY ist hier schon ein sehr mächtiges Werkzeug. Der Name MERCY (Erbarmen) trifft es auch nicht genau. Sie ist nämlich Richterin, Ermittlerin und Vollstreckerin in einer KI. Somit ein Agentic-System, dass mehrere KI-Agents koordiniert. Da die Verbrechenszahlen in der nahen Zukunft exponentiell nach oben gestiegen sind, benötigt man Automatisierungen und Optimierungen durch die KI um damit fertig zu werden.
Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios.
Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios
Das funktioniert auch gut. Durch 18 durchgeführte Fälle – bei denen jeweils die Schuld bewiesen wurde – sind die Verbrechen stark gesunken. Aber beim 19ten Fall ist alles anders, da jetzt der Police-Detektive Chris Raven vor dem KI-Gericht steht. Er war ursprünglich an der Entwicklung bzw. Einführung der KI beteiligt und stand einst hinter dem System, bevor er jetzt selbst davor landet. Er trifft hier auf Judge Maddox, eine hochentwickelte KI-Instanz, die in einem speziellen „Mercy Court“ über Kapitalverbrechen verhandelt und Urteile fällt. Chris hat nun genau 90 Minuten Zeit um seine Unschuld zu beweisen und kann dabei auf alle Kameras, Beweise und Telefonverbindungen zugreifen. Dabei laufen im Film exakt die 90 Minuten ab, welche im Gericht von Chris durchlebt werden.
Spannend in „MERCY“ ist, dass hier die KI nicht als allumfassende Gefahr und Feind dargestellt wird. Es ist eine sehr reife Sicht auf die KI, welche wohl nur durch einen Regisseur umgesetzt werden kann, der sich im Thema auskennt. Der Regisseur Timur Bekmambetov ist „leidenschaftlich“ an der digitalen Welt interessiert und nutzt MERCY bewusst, um zu zeigen, wie sehr unser Alltag bereits aus Fenstern, Klicks und Nachrichten besteht. Mit der Gerichts-KI geht er einen Schritt weiter, nämlich zu den Agentic-Systems. MERCY stellt KI als extrem leistungsfähiges Werkzeug dar, das jedoch nie „Alternative zum Menschen“ werden sollte, sondern Hilfsmittel, das menschliche Entscheidungen unterstützt und genau so agiert es.
Neben diesen ganzen technischen Details ist MERCY aber auch noch ein sehr guter actionreicher Krimi. Chris Raben muss schnell und mit all seiner Erfahrung als Detektive seine Unschuld beweisen. Hierbei ist es offen, ob er es einerseits schaffen wird und ob er andererseits überhaupt unschuldig ist. Das ist spannend und zieht den Zuschauer in die Gerichtsverhandlung von Chris durch die AI. Anfängliche Sympathien bröckeln und man beginnt selbst zum Detektive zu werden und den Fall zu lösen. Das gelungene Ende des Films belohnt dann die eigenen Ermittlungen und man hat in einem äußerst spannendem Trailer gelernt was die KI eigentlich ist: Ein Tool. Eine Besonderheit sei noch erwähnt. Die Darstellerin der Police-Team-Partnerin Ana wird von Kali Reis dargestellt. Sie ist eine US-amerikanische Profiboxerin und Schauspielerin. Sie ist Weltmeisterin in zwei Gewichtsklassen und hält seit 2020 den WBA-Titel im Halbweltergewicht, die WBO- und IBO-Titel im Halbweltergewicht seit 2021; und den WBC-Titel im weiblichen Mittelgewicht im Jahr 2016. Somit sind die realistische Kampfszenen in MERCY perfekt umgesetzt und bieten den nötigen ernsthaften Background.
Ort: Arnulfstraße 195-199. Pineapple Park. 80634 München
Öffnungszeiten: Mo. – So.: 10:30 bis 19:30 Uhr
(Ausstellung schließt 1 Stunde nach dem letzten Einlass)
Dauer: 18.11.2025 – 28.02.2026
Na das war ja mal richtig viel Arbeit!!!!! Es ist sehr beeindruckend wie viel Aufwand die STAR WARS Fans in diese Ausstellung gesteckt haben. Bei den sehr detailverliebten Modellen wurde eine Präzession umgesetzt, wie man sie eigentlich nur von Profis erwartet. Das wird bereits beim ersten Modell deutlich: Einem sehr detaillierten Millennium-Falken, den man sofort in einem STAR WARS Film einsetzen könnte. Dazu läuft ein Clip des STAR WARS Fans, der hier etliche Stunden, Tage, Wochen und Monate an Arbeit investiert hat. Liebevoll erklärt er die einzelnen Techniken und Herausforderungen. Man spürt die Liebe zum STAR WARS Universum und würde am liebsten mit ihm über die ganze Saga diskutieren.
Der Millennium-Falke ist aber nur der Auftakt. In einer sehr großen Ausstellung geht es immer weiter mit neuen Welten und Überraschungen. Einige sind sehr groß und füllen ganze Räume. Andere sehr klein und ziehen den Besucher in den Bann. Es sind nicht nur die unterschiedlichen STAR WARS Welten, welche hier begeistern, sondern auch die Bandbreite der Ideen zur Umsetzung. Zum Vergleich sind auch einige Figuren von HASBRO ausgestellt, welche ebenfalls mit viel Liebe zum Epos von George Lucas erstellt wurden. Denn auch in den kommerziellen Produkten sind Fans am Werk, die Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.
Bemerkenswert ist die 1:1 Umsetzung des Pod-Racer von Anakin Skywalker mit Jar-Jar Bings und Watto. Watto ist ja bekanntlich der Inhaber des Schrottplatzes in Mos Espa auf dem Anakin Skywalker arbeiten muss. Hier hat Anakin dann seinen Pod-Racer aus Schrottteilen gebaut. Auch das Fan-Modell des Pod-Racer ist aus vielen Schrottteilen zusammengebaut. Aber eben auf der Erde und nicht auf dem Planeten Tatooine. Hier schließt sich ein Kreis und der Besucher kann direkt den Schrott berühren aus dem der Racer gebaut ist. Das Ganze sieht auch noch fantastisch aus und man würde gerne einsteigen um ein Rennen zu fahren.
Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Fan-Filme. Hier scheut man sich nicht auch mal nicht ganz perfekte Exemplare zu zeigen. So wird klar, wie viel Aufwand man braucht um einen STAR WARS Film zu drehen. Daneben gibt es aber auch Fan-Filme welche schon nahezu perfekt sind. Die Spanne zwischen Begeisterung und Können ist eben auch bei Fans groß.
Alles in allem sind die Ausstellungsstücke sehr bemerkenswert und beeindruckend. Dazu können Fans auch etwas bauen, was nicht von Lucas/Disney abgenommen ist. So sieht man zum Beispiel einen Samurai-STAR WARS Helm, den es aber gar nicht im STAR WARS Universum gibt. Er verdeutlicht die Nähe von STAR WARS zu den Werten und Ästhetiken der Samurai. Somit erkennt der Besucher neue Zusammenhänge und hat am Ende ein tieferes Verständnis von STAR WARS. Für den Fan ein Muss und auch für Besucher, welche zum Beispiel nur die ersten Filme kennen, äußerst unterhaltsam. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28.02.2026
Verschwörungstheorien sind spätestens seit Corona stark im Aufwind. Was vor dem Internet nur für einzelne Persönlichkeiten von Bedeutung war, nimmt nun zu. Die eigentliche Bedrohung wird aber in Bugonia deutlich. Verschwörungstheorien zerstören nachhaltig und zersetzen die Substanz der Gesellschaft. Zugegeben, der Film hat Längen und man muss schon geduldig sein. Man wird langsam immer mehr in den Kaninchenbau der Verschwörungstheorie hineingezogen. Schön ist die Verschwörungswelt auch nicht. Verlorene Seelen in heruntergekommenen Umgebungen sind nervig und man will am liebsten weg. Aber sie sind eben da und strecken ihre Tentakeln in alle Richtungen.
Damit erreichen sie auch die bedeutende Firmenchefin, welche brillant von Emma Stone dargestellt wird. Sie wird entführt und es entwickelt sich ein Macht- und Meinungskampf mit skurrilen Entwicklungen. Als Kinobesucher wird man hier schon auf eine harte Probe gestellt. Es sei hier aber ohne Spoiler durchaus vermerkt, dass man am Ende dafür belohnt wird. Wenn man aus dem Kino geht, so hat man eine andere Sicht des Films und ggf. auch der Welt im Kopf. Es sei auch geraten sich den Abspann anzusehen, da auch er einige Verschwörungstheorien enthält.
Alles in allem bekommt man mit Bugonia den Zugang zu einer Welt der Verschwörungstheorien, den man nicht kennt und ggf. auch nicht kennenlernen will. Aber die Theorien sind eben da und bergen essentielle Gefahren in sich, welche uns zu Denken geben sollten. Bugonia ist definitiv kein unterhaltsamer, aber ggf. ein wichtiger Film, damit die Macht der Verschwörungstheorien nicht immer größer wird.
HOLLYWOOD, CALIFORNIA – OCTOBER 06: (L-R) Cameron Monaghan, Evan Peters, Gillian Anderson, Jodie Turner-Smith, Jared Leto, Jeff Bridges, Greta Lee, Hasan Minhaj, Sarah Desjardins and Arturo Castro attends the World Premiere of Disney’s Tron: Ares at the TCL Chinese Theater in Hollywood, CA on October 06, 2025. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for Disney)
Am besten kann man TRON ARES verstehen, wenn man sich bewusst macht, dass es sich hier um eine PINOCCHIO-Erzählung handelt. Ares kommt in unsere Welt. Er lebt, aber er ist kein Mensch. So wie Pinocchio oder wohl besser wie die russische Adaption Burattino. Bei Burattino geht es um die Befreiung und den goldenen Schlüssel zur Freiheit. Diesen sucht auch Ares und sein Schöpfer Julian Dillinger, da Ares zuerst nur 29 Minuten lebensfähig ist.
Wenn man diese PINOCCHIO-Sicht mit in den Film nimmt so wird einem die gnadenlose Ehrlichkeit von Ares bewusst, welche man ansonsten bei all den Action-Kampf-Szenen schnell vergisst. So sollte man auf die leisen Töne, kurze Blicke und kleine Reaktionen von Ares achten. So kann man seine Gefühlswelt besser verstehen. Er muss das Fühlen erst mal lernen und ist hier noch denkbar unsicher. Dabei zögert er aber nicht und schreitet mutig voran, wie friedlicher Kriegsgott. Diese Diaspora zieht sich durch den Film.
Ignoriert man diesen Ansatz so scheint TRON ARES platt und oberflächlich zu sein. Durchaus mit schönen Bildern, aber eher eine Fassade. Der geneigte Zusehende kann hier aber leicht tiefer gehen und Antworten auf die Fragen des Zusammenlebens der künstlichen Intelligenz und der Menschheit finden. Dabei ist die Singularität (Selbsterkenntnis der künstlichen Intelligenz) im Film aber schon geschehen. Somit haben wir hier noch andere Voraussetzungen als in unserer aktuellen Realität. Aber diese Differenzierung wird von vielen aktuell nicht vorgenommen und ist auch in der Wahrnehmung des Films ein Problem. So werden selbständige Reaktionen von Ares als normal menschlich angesehen und nicht als riesige Errungenschaft.
Egal wie tief man in TRON ARES einsteigt, ein Genuss von Anfang bis Ende ist der Soundtrack. Nine Inch Nails (NIN) sind elektronische Vorreiter, die oft in Bezug mit Depeche Mode gesetzt werden. Damit spielt auch der Soundtrack von TRON ARES. Es werden Depeche Mode Songs von NIN interpretiert und teilweise auch im Original gespielt. Fantastisch ist auch ein Dialog in dem Ares seine Sicht auf Depeche Mode zum besten gibt. Ein Programm kann elektronische Musik wohl anders verstehen als ein Mensch.
Im Ganzen ist TRON ARES ein Genuss und der Zuschauende kann selbst bestimmen wie tief er in die Materie eintaucht. Von den Effekten, Bildern und dem Soundtrack kann sich aber jeder begeistern lassen. Insbesonders die farbliche und bildtechnische Darstellung der 3 Grids ist intensiv. Hervorragend umgesetzt ist die an monochrom angelehnte Darstellung der Grids von TRON-Erfinder Kevin Flynn. Es ist schön anzusehen, wie fantastische 3 D Ares auf einmal blass, monochrom und low-tech wird. Das macht ihn auf komische Art noch menschlicher.
Darsteller: John David Washington, Gemma Chan, Ken Watanabe, Sturgill Simpson, Madeleine Yuna Voyles und Allison Janney
Erscheinungsdatum: 28.09.2023
Trailer:
Es könnte so schön sein. Eine neue Art von Wesen könnte in friedlicher Koexistenz neben der bisherigen existieren. Ein Zusammensein mit gegenseitigem Respekt. Was aber schon im realen Leben oft nicht möglich ist, entspricht auch der Darstellung in der Fiction. Die Fiction von „The Creator“ ist aber so nah und derart realistisch, dass sie sich stetig mit unserer aktuellen Welt vermischt.
HOLLYWOOD, CALIFORNIA – SEPTEMBER 18: Displays and props are seen during a special screening of 20th Century Studios‘ „The Creator“ at TCL Chinese Theatre in Hollywood, California on September 18, 2023. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for 20th Century Studios)
Viele Wahrheiten sind in „The Creator“ zu hören, aber wichtiger ist das Schweigen, die Blicke, die Momente voller ungewöhnlicher Geräusche, versteckten Aktionen und Hinterhalten. Dazu gibt es noch den stetigen Konflikt der westlichen mit der asiatischen Welt. Wobei die asiatische Welt viel ausgeglichener, respektvoller und im Endeffekt auch voller wahrer Werte erscheint.
Was wir schon oft auf Reisen erlebt haben wird durch den Konflikt mit der KI noch deutlicher auf die Spitze getrieben. Die asiatische Welt reagiert sehr gelassen und offen auf die KI. Als dann auch noch die Singularität real wird steigert sich das Tempo und die Konsequenzen. „The Creator“ saugt den Zuschauer in diese Welten, welche noch dazu unglaublich gut entworfen sind. So wird auch das Setting zu einer eigenen zusätzlichen Ebene und unterstützt die Wirkung.
„The Creator“ spaltet die Meinungen und lässt wenige unberührt. Die einen finden in ihm ein Meisterwerk und die anderen nur einen kalten Aufguss des schon oft gesehenen. Auf alle Fälle gibt es einen neuen Blick auf die KI und auf die Singularität und ist somit schon einen Besuch wert.
HOLLYWOOD, CALIFORNIA – SEPTEMBER 18: Displays and signage are seen during a special screening of 20th Century Studios‘ „The Creator“ at TCL Chinese Theatre in Hollywood, California on September 18, 2023. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for 20th Century Studios)