Supergirl – In Supermans face

Titel: Supergirl

Regie: Craig Gillespie

Besetzung: Milly Alcock (Stunts: Mickey Facchinello), Eve Ridley, Jason Momoa, Matthias Schönarts

Kinostart: 02.07.2026

Trailer: https://youtu.be/toDKuGAcVaU?si=lHBunazWugDUvFUh

Mit Supergirl kann man mal sehen, was möglich gewesen wäre, wenn Superman schon früher so dreckig geworden wäre. Ein Meer voller Eindrücke und eine ehrliche Tiefe der Charaktere. Leider taucht aber Superman auch im Supergirl-Film auf und macht klar, dass das Superman-Universum nach vor ein schönes Abziehbild bleiben wird. Das ist ja auch kein Problem, denn das Supergirl-Universum ist viel viel spannender. Somit kann sich Superman schon mal von der Bühne verabschieden und das Rampenlicht für weitere Auftritte von Supergirl frei machen.

Es ist so entspannend einen Film zu sehen, der sich nicht um Männer dreht. Die beiden weiblichen Hauptfiguren, Supergirl – Kara Zor-El (Milly Alcock ) und Ruthye (Eve Ridley), beherrschen diesen Film absolut. Von Anfang an macht es Freude ihnen bei ihrem Leben und ihren Entwicklungen zuzusehen. Dabei sind sie nie platt und stehen für sich und die anderen ein. Die Männer in diesem Film sind dabei nur oberflächliche Staffage, die versuchen mitzuhalten. Das soll aber nicht abwertend klingen, denn Matthias Schönarts spielt den Super-Bösewicht Krem mit so einer hingebungsvollen Freude am Bösen, dass man fast selbst Lust bekommt auf eine Schurken-Karriere.

Die Szenen in Supergirl können dabei mit den bekannten dreckigen Science Fiction Filmen mithalten. Die unterschiedlichen Rassen in den übelsten Weltraum-Spelunken übertreffen sogar noch die Mos-Eisley-Cantina aus STAR WARS. Die Raumschiffe wären auch für die „Guardians of the Galaxy“ eine Freude und die Atmosphäre entspricht oft dem Cyberpunk 2077 Game. Eine herrliche Welt für wahre Science Fiction Fans.

Bei den Schauspielern im ganzen Film weiß man auch gar nicht wo man anfangen soll mit dem Lob. Sie verkörpern so sehr Ihre Figuren, dass man sie sich wohl nur noch schwer in anderen Rollen vorstellen kann, obwohl man sie bereits in vielen anderen Rollen gesehen hat. Milly Alcock als Supergirl gibt die versoffene Superheldin mit so einer Energie, dass man nur zu gerne Abende mit ihr durchfeiern würde. Das würde man mit Jason Mamoa als der Kopfgeldjäger Lobo wohl besser nicht machen, weil man das mit 100% nicht überleben würde. Aber seine Wucht ist aus der Ferne schon bewundernd anzusehen.

Somit ab ins Kino und auf der Überholspur feiern. Der ganze Spaß wird nur durch die lahmen kurzen Auftritte von Superman gebremst. Aber damit sieht man umso besser wie cool dieser Film ist. Nur eine Chance wurde in Supergirl vertan: Der Sound. Dieser ist fantastisch ausgewählt, bleibt aber in großen Teilen im Hintergrund. Wenn man den Sound als eigenes Stilmittel noch mehr eingearbeitet hätte, dann wäre der Kult-Status wohl noch größer gewesen. Aber man muss ja noch was zu meckern haben, oder?

Ein Film für Sounddesigner*innen

Titel: The Piano Tuner

Regie: Daniel Roher

Besetzung: Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu, Jean Reno

Kinostart: 02.07.2026

Trailer: https://youtu.be/q7lYuJzeigI?si=g27RpQhHikUdrnnf

Der Film „The Piano Tuner“ ist auf den ersten Blick eine Mischung aus unterschiedlichen Filmen. „Baby Driver“, „The Piano“, „Das Konzert“ um nur einige zu nennen. Er macht aber aus all diesen Genres die ideale Melage und erschafft einen neuen Film mit leisen und dann wieder überraschend lauten Tönen. Es empfiehlt sich besonderen Augenmerk auf das Sounddesign des Films zu legen und ab und zu mal die Augen zu schließen um hier noch tiefer einzutauchen.

Der Klavierstimmer Niki hat nämlich das absolute Gehör und ist ein Geheimtipp unter den Musik-Virtuosen in New York. Aber das war nicht immer so, denn Niki war früher selbst ein Klavier-Genie. Dann ereilte ihn aber die Krankheit Hyperakusis – einer Störung des Hörsinns, mit der selbst alltägliche Geräusche als schmerzhaft laut wahrgenommen werden. Das war das Ende seiner Musikerkarriere und der Anfang seines neuen Berufs als Klavierstimmer. Die Tragik dahinter kann man nur ahnen.

Was geschieht mit einem begnadeten Musiker, der sich durch die Musik definiert und von einem Tag auf den anderen dies nicht mehr ausführen kann. Was ist er noch? Wie definiert er sich? Was ist sein Lebensinhalt? Dies sind die Eckpfosten der Erzählung und auf dieses Spielfeld treten die weiteren Protagonisten: Sein Chef, der erfahrene Klavierstimmer Harry Horowitz (Dustin Hoffmann), seine neue Freundin, die Kompositionsstudentin Ruthie (Havana Rose Liu) und nicht zuletzt der Sicherheitsprofi Uri (Lior Raz). Uri erkennt schnell, dass sich Nikis sensible Hörfähigkeit nicht nur zum Stimmen von Instrumenten, sondern auch zum Knacken von Tresoren eignet und er macht ihm ein verlockendes Angebot.

So nimmt der Film Fahrt auf und erhöht wie bei „Baby Driver“ ständig den Takt der Geschehnisse. Besonders das großartige Ende führt dazu, dass man den Film selbst als Kunstwerk begreift. THE PIANO TUNER wurde als Film konzipiert, der die sinnliche Dimension von Kino voll
ausreizt – nicht nur visuell, sondern als zutiefst auditive Erfahrung, in der Klang für die Erzählung ebenso entscheidend ist wie das Bild. Der Sound ist somit ein integraler Bestandteil der emotionalen und psychologischen Textur der Geschichte. Ko-Autor und Regisseur Daniel Roher erklärt: »Ich habe diesen Film für den Klang entworfen. Es ist ein Film für Sounddesigner*innen. Ich möchte, dass er immersiv wirkt. Das Sounddesign soll uns in die subjektive Wahrnehmung von Niki White versetzen und hören lassen, was er hört.« Somit sei empfohlen THE PIANO TUNER mit allen Sinnen zu genießen und besonders auf die leisen Töne zu achten.

Robin Hood – Die Gefahr von Geschichten

Titel: The Death of Robin Hood

Regie: Michael Sarnoski

Besetzung: Hugh Jackman, Jodie Comer, Bill Skarsgård, Faith Delaney

Kinostart: 18.06.2026

Trailer: https://youtu.be/vcfOZhYvwKg?si=KH14VSe3y_aUYaex

Endlich wird diese Geschichte zu Ende erzählt und somit in ein neues Licht gerückt. Die Sagen um Robin Hood zeigen den Geächteten immer sehr positiv und seine Morde werden im Auftrag des Guten vollbracht. Aber war das wirklich die Realität im brutalen Mittelalter? Der Film „The Death of Robin Hood“ erzählt von der Kraft, von der Gewalt und auch von der Gefahr von Geschichten. Für viele ist dieser Film vermutlich belanglos, aber für etliche, die hinter die Fassade blicken wollen, ist er eine Offenbarung.

Robin Hood ist alt und wird immer wieder von seiner Vergangenheit heimgesucht. Schier zahllos sind diejenigen, welche sich an ihm rächen wollen. Für Ihren Vater, ihre Kinder, ihre Ehegatten, ihre Freunde und noch vieles mehr. Eines haben alle Erzählungen um Robin Hood nämlich gemeinsam: Er hat viele Menschen getötet. Diese hatten Menschen die sie liebten oder verehrten und wollen nun den Mörder Robin Hood töten. Robin ist aber ein erfahrener Kämpfer und kann nur schwer besiegt werden. So wartet er immer noch auf seinen Tod.

Von Hugh Jackman mit eindringlicher Intensität und einer emotionalen Vielschichtigkeit dargestellt, erscheint Robin zunächst wie ein verwittertes Monster, dessen Leben und Erfahrungen von Gewaltzyklen und einem puren wie brutalen Überlebenskampf geprägt wurden. „Wir haben dieses gewisse Bild von Robin Hood im Kopf, wie er mit seinen Gefährten ausgelassen durch die Wälder tanzt. Doch die damalige Wirklichkeit war eine andere: Bauern erschlugen einander mit Schaufeln“, erklärt der Regisseur Sarnoski. „Also habe ich mich gefragt, wie wohl eine Robin-Hood-Version aussehen müsste, welche die raue Lebensrealität des 13. Jahrhunderts unverfälscht widerspiegelt.“

Nach seinem vermeintlich letzten Abenteuer wird Robin schwer verletzt in ein Kloster auf einer versteckten Insel in England gebracht. Hier kümmert sich eine Schwester namens Brigid um ihn, die von seiner dunklen Vergangenheit nichts ahnt. Losgelöst von seinem früheren Leben sinnlosen Terrors, stellt sich der gebrochene Krieger seinen Sünden und erkennt, wer er eigentlich ist – jenseits der verfälschenden Lieder und Geschichten, die ihn zur Legende gemacht haben. Während Brigid seine Wunden versorgt und ihm neue Perspektiven auf die Welt eröffnet, beginnt Robin allmählich, sich auch um die Menschen um ihn herum zu kümmern.

Brigid ist die Schlüsselfigur in diesem Film. Zu Beginn dreht sich alles um Robin Hood, aber je länger er auf der Insel ist, desto mehr rückt Brigid in den Mittelpunkt. Ihre Güte, Klarheit und Ehrlichkeit wirkt wie eine heilende Medizin auf die Menschen, die im Kloster Zuflucht gesucht haben. Sie hat eine Atmosphäre der Menschlichkeit und Zartheit geschaffen die eng mit der Natur verbunden ist. Diejenigen die hier geblieben sind wissen um diesen wertvollen Ort und versuchen ihn zu nähren und zu bewahren. Das bezaubert und bringt dann den Film „The Death of Robin Hood“ zu einem würdigen Ende.

Wünsche können schrecklich sein

Titel: OBSESSION – Du sollst mich lieben

Regie: Curry Barker

Besetzung: Michael Johnston, Inde Navarrette, Megan Lawless, Cooper Tomlinson, Andy Richter

Kinostart: 25.06.2026

Trailer: https://youtu.be/Lfq5fpbgDSc?si=m0ZUATLiKTz2fg7i

OBSESSION ist ein intelligenter Horrorfilm. Die Story ist einfach, aber voller Überraschungen. Die Schockmomente sind hierbei gering und es sind vor allem die schleichenden Veränderungen, überraschenden Taten und ungeahnten Konsequenzen welche einen Horror der intelligenten Art hervorrufen.

OBS_FP_00015 The One Wish Willow box from the film OBSESSION, a Focus Features release. Credit: Courtesy of Focus Features / © 2026 FOCUS FEATURES LLC

In „OBSESSION – Du sollst mich lieben“ nutzt der hoffnungslose Romantiker Bear (Michael Johnston) ein „One-Wish-Willow”, um seinen Crush für sich zu gewinnen. Dieser magische Gegenstand erfüllt
Wünsche, wenn man ihn zerbricht. Zunächst scheint er genau das zu bekommen, was er sich schon immer wünschte. Doch schnell muss er feststellen, dass manche Wünsche einen finsteren, unheimlichen Tribut fordern. Die Gefühle von Nikki (Inde Navarrette) geraten nämlich schon bald aus den Bahnen und steigern sich zur Obsession. Ab da endet die Romantik und es beginnt unheimlich spannend zu werden.

OBS_FP_00039_R Inde Navarrette stars as Nikki and Michael Johnston as Bear in OBSESSION, a Focus Features release. Credit: Courtesy of Focus Features / © 2026 FOCUS FEATURES LLC

Der Regisseur und Drehbuchautor Curry Barker beschreibt seinen Film so: „Mit Bear wollte ich einen Protagonisten schaffen, der nicht einfach nur ein netter Kerl ist. Er hat seine Fehler, ist ein Charakter mit vielen Facetten und fähig, sowohl verletzlich zu sein als auch grausam zu handeln. Ich wollte dem Publikum nicht vorschreiben, wie es sich fühlen soll. Ich wollte auch nicht darauf aufmerksam machen, was richtig oder falsch ist. Stattdessen ging es mir darum, die Geschichte ehrlich darzustellen und das Publikum selbst darüber nachdenken zu lassen.
Ich möchte, dass die Leute das Kino verlassen und noch darüber reden – oder noch besser darüber diskutieren –, wie sie sich gefühlt haben, was sie anders gemacht hätten und ob das, was sie gesehen haben, nun Liebe oder Besessenheit war.“

Durch das sehr gute und wiederum überraschende Ende werden die Gedanken des Publikums noch befeuert und man darf sich schon auf die Diskussionen freuen, die man nach diesem Film führen wird. „OBSESSION – Du sollst mich lieben“ ist ein Film, der durchaus auch für Neulingen des Horror-Genres geeignet ist, da er mehr ist als ein klassischer Horrorfilm.

Typisch Spielberg

Titel: DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit

Regie: Steven Spielberg

Besetzung: Josh O’Conner, Eve Hewson, Colman Domingo, Emily Blunt, Colin Firth

Kinostart: 10.06.2026

Trailer: https://youtu.be/rsv98lQQpSM?si=dS6a1BYnLcMzSrgJ

„DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ ist ein typischer Steven Spielberg Film mit all seinen Vor- und Nachteilen. Spannend, leicht verdaulich und es gibt sehr viele Momente in welchen Menschen überrascht und staunend in eine Richtung starren. Dazu einige Actionszenen, welche nicht unbedingt notwendig wären und das Ende ist vorauszusehen. Somit ist die Frage eigentlich nur: Ist man in DISCLOSURE DAY gut unterhalten?

Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner and Eve Hewson is Jane Blankenship in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.

Die Science-Fiction-Elemente in „DISCLOSURE DAY – Der Tag der Wahrheit“ sind von realen Überlieferungen zu UAP-Phänomenen und geheimen Regierungsprogrammen inspiriert: etwa vom Roswell-Vorfall, von Kornkreisen, wiedergewonnenen Erinnerungen an Begegnungen mit Außerirdischen, CIA-Forschungsarbeiten zum Thema „Remote Viewing“ (übersinnliche Fernwahrnehmung), von militärischen Experimenten mit geborgener außerirdischer Technologie und vielem mehr. „Der Film spielt mit dem, was die Leute bereits wissen. Denn die Grundidee ist, dass mächtige Kräfte die Wahrheit vertuschen und die Menschen davon überzeugen wollen, dass das, was sie über die Jahre gehört haben, gar nicht stimmt“, erklärt der Drehbuchautor Koepp. „Deshalb war es Steven wichtig, nicht zu sehr von den Geschichten abzuweichen, die wir kennen. Dennoch wollten wir auch unsere eigene Fantasie einbringen. Deshalb haben wir viele originelle Ideen, die auf gängige Klischees Bezug nehmen.“

Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.

Diese ganze Intension hätte man aber auch gut in weniger als 145 Minuten untergebracht und so die Geschichte sinnvoll verdichtet. Um diese lange Spielzeit zu befüllen wurden auch viele Charaktere eingeführt, welche aber weitestgehend blass bleiben. Somit zieht sich „DISCLOSURE DAY – Der Tag Der Wahrheit“ und man hofft inständig, dass die Aliens endlich erscheinen damit man nach Hause gehen kann. Somit wohl eher was für zu Hause mit Second Screening.

L to R: Colman Domingo is Hugo Wakefield, Tommy Martinez is Santiago, Emily Blunt is Margaret Fairchild, and Josh O’Connor is Dr. Daniel Kellner in DISCLOSURE DAY, directed by Steven Spielberg.

STAR WARS-Fandom: Mandalorian and Grogu

Titel: STAR WARS – The Mandalorian and Grogu

Regie: Jon Favreau

Besetzung: Pedro Pascal, Sigourney Weaver und Jeremy Allen White

Kinostart: 20.05.2026

Trailer: Unbedingt im englischen Original ansehen

Director Jon Favreau and Pedro Pascal on the set of Lucasfilm’s THE MANDALORIAN AND GROGU. Photo by Nicola Goode. © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

Es ist schon großartig, wie sehr Jon Favreau, Dave Filoni und Noah Kloor die STAR WARS Gene in sich tragen. Anders ist es wohl nicht erklärbar, dass hier die Geschichten im Geiste von George Lucas entstehen. Das Erbe wurde sichtbar weitergegeben und wird hoch geachtet ohne es auf ein Podest zu stellen. Die Story wirkt natürlich und ist voller Überraschungen, verliert aber nie die Identität. Dazu gibt es noch viele Features für das Fandom: Ice-Trooper, AT-AT, Huts, Putzdroiden und vor allem viele außerirdische Monster und Söldner.

The Mandalorian (Pedro Pascal) and Dragonsnake in Lucasfilm’s THE MANDALORIAN AND GROGU. Photo courtesy of Lucasfilm. © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

Als Bonus gibt es noch wunderbare Gastauftritte: Dave Filoni ist wieder der Pilot Trapper Wolf und der bekannte Regisseur Martin Scorsese spricht den vierarmigen Ardennianer-Händler Hugo Durant. Mittendrin sind Mando und Grogu als fantastisches Team. Die beiden könnten einfach nur im Park spazieren gehen und man würde ihnen gerne zusehen. Aber sie machen natürlich extrem aufregende Dinge. Schon der erste Kopfgeld-Auftrag ist spektakulär und bietet solch hervorragende Bilder, dass man an all die schönen STAR WARS – Momente in seinem Leben erinnert wird.

(L-R) Mandalorian (Pedro Pascal) and Grogu in Lucasfilm’s THE MANDALORIAN AND GROGU. Photo courtesy of Lucasfilm. © 2025 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

Das ist auch der Ursprung und die Magie des Ganzen. In der Pressekonferenz in Berlin hat uns Dave Filoni erzählt, wie er den ersten STAR WARS Film als Kind in New York im Kino erlebt hat. Schon die Aufregung vor dem Film war riesig. Als aber gleich am Anfang der riesige Sternenzerstörer eine gefühlte Ewigkeit in das Bild flog, da gingen die Reaktionen vom ersten Lachen zum zweiten Staunen und letztendlich zu lautem Beifallklatschen über. So geht es dem Zuschauer bei „Mandalorian and Grogu“ nicht nur in der Anfangsszene, sondern immer wieder. Man fühlt sich wieder wie bei seinem ersten STAR WARS Moment und weiß warum man diesen Brand so verinnerlicht hat.

BERLIN, GERMANY – MAY 04: Steven Gätjen, Pedro Pascal, Sigourney Weaver and Jon Favreau speak at the Berlin Fan Celebration Press Conference of „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“ at The Ritz-Carlton on May 04, 2026 in Berlin, Germany. (Photo by Sebastian Reuter/Getty Images for The Walt Disney Company)

Als ob das noch nicht genug ist, gibt Sigourney Weaver als knorrige Rebellen Anführerin und X-Wing-Pilotin dem Ganzen einen besonderen Zauber. Selbst Pedro Pascal – der den Mandalorian spielt – war bei den Dreharbeiten absolut starstruck. Sigourney ist eine Ikone, die einem den Arsch aufreißt und dabei aber durchaus sympathisch ist. Das ist bei ihr aber kein Widerspruch, sondern Programm. Auf der Pressekonferenz hat Pedro berichtet, dass es für ihn etwas noch Schöneres gab als in einem STAR WARS-Film mitzuspielen: Nämlich mit Sigourney Weaver zusammenspielen zu dürfen. Er ist ein totaler Fan all Ihrer Filme und nach dem Film auch ein Fan von Sigourney als Person.

Colonel Ward (Sigourney Weaver) in Lucasfilm’s THE MANDALORIAN AND GROGU. Photo courtesy of Lucasfilm. © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

Lasst Euch auch von diesem Film und von den Darstellern in eine andere Welt mitnehmen, die so viel damit zu tun hat, warum wir das Kino lieben. Aber unbedingt im englischen Original ansehen!!!

Mortal Kombat ist Tödlich

Titel: MORTAL KOMBAT II

Regie: Simon McQuoid

Besetzung: Karl Urban, Adeline Rudolph, Jessica McNamee, Josh Lawson, Ludi Lin, Mehcad Brooks, Tati Gabrielle, Lewis Tan, Damon Herriman mit Chin Han, Tadanobu Asano, Joe Taslim, Hiroyuki Sanada

Kinostart: 07.05.2026

Trailer:

Mortal Kombat ist eine Legende, eine lange Erzählung, eine Saga und vermutlich noch viel mehr. Wenn man nun einen Film Mortal Kombat II in die Kinos bringen will, so muss man auch gegen all diese Geschichte ankämpfen. Das ist im Vergleich zum Mortal Kombat selbst vielleicht sogar eine noch größere Herausforderung.

Zuerst muss man die ganze Riege an den Start bringen und dann mehr als hochkarätig besetzen. So liest sich die Besetzung auch wie das Who is Who des Martial Arts. Aber das ist erst der Anfang. Die Ausstattung, die Stunt(wo)men, die Geschichte und vor allem die Effekte müssen herausragend sein.

Was der Film auf alle Fälle perfekt abliefert sind die Kampfszenen. Jede einzelne ist so einzigartig anders, dass es wie ein Universum der einzelnen Stiele wirkt und Neues hervorbringt. Schon von Sekunde Null des Films sind die Kämpfe brutal gnadenlos und zeigen den Kampf in allen Facetten und Bildern. Man spürt es somit fast am eigenen Leib. Dabei ist es immer kunstvoll und ästhetisch, so dass es auch eine Faszination ausübt. Auch die Comic-Reliefs und Sprüche sind gut platziert und geben dem Film eher Charme als flache Witze.

Wie schafft man so etwas? Durch viel Erklärungen, Diskussionen und Einfallsreichtum. Der Regisseur Simon McQuoid ist hierfür bekannt. Er spricht mit seinen Schauspielern und Figuren. So ist es spannend am Set mit anzusehen, wie der Regisseur mit dem grausamen Shao Kahn fein und pointiert diskutiert. Das ist die Basis für große Kampfkunst.

Ein fantastisches Team

Titel: Ab durch die Mitte

Regie: Grégoire Vigneron

Besetzung: Rayane Bensetti, Christian Clavier, Claire Chust, Julie Ferrier

Kinostart: 04.06.2026

Trailer:

Dieser Film ist mehr als „Der neue Film von Christian Clavier“. Dieser Film ist eine Leistung des Ensembles, des Teams, der ganzen Besetzung. Jeder einzelne Charakter hat seine Geschichte, seine Eigenheiten und eine Persönlichkeit. Diese treffen mit voller Energie zusammen und man kann sich mit vielen identifizieren. Somit ist die Grundlage einer perfekten Komödie schon mal zementiert.

Aber es gehört noch mehr dazu. Nämlich der richtige Takt und der genaue Schnitt. Die Aktionen müssen lückenlos ineinander passen. Die Schauspieler müssen senden und vor allem reagieren. Es muss ein wilder Wirbel mit plötzlichen ruhigen Momenten sein. Dass alles gibt es in „Ab durch die Mitte“ und dazu noch etliche Überraschungen, welche ein lautes spontanes Lachen im ganzen Saal verursachen. Wenn Sie das nicht glauben, dann probieren sie es selbst aus und danken uns nachher.

Wir durften ja bereits viele hervorragende Christian Clavier Filme sehen, aber in „Ab durch die Mitte“ wirkt er nicht übertrieben sondern wie ein Mitglied des Ensembles. Das Team ist so facettenreich, dass es schwer ist jeden Einzelnen zu beschreiben. Aber nehmen wir mal ein Beispiel: Den vom Ehrgeiz getriebenen Bauingenieur Stan (Rayane Bensetti). Um ihn dreht sich die ganze Handlung und er wechselt fast sekündlich von der Siegessicherheit zur absoluten Verzweiflung. Am Ende dieser sehr langen Nacht ist er ein anderer Mensch als am Tag zuvor.

Auch das zeichnet gute Filme aus. Die Charaktäre sind am Ende des Films ganz anders als am Anfang. Es ist etwas mit ihnen passiert und das ist äußerst spannend. Sogar der Baumäzen Richard (Gilles Cohen), der wie aus Beton gegossen wirkt, verändert sich. Somit ab durch die Mitte und sofort ins Kino. Mal sehen was diese perfekte Komödie mit Ihnen macht.

MICHAEL – Der Künstler

Titel: MICHAEL

Regie: Antoine Fuqua

Besetzung: Jaafar Jackson, Colman Domingo, Nia Long, Juliano Krue Valdi, Mike Myers

Kinostart: 22.04.2026

Trailer: MICHAEL | Offizieller Trailer deutsch/german HD – YouTube

Jaafar Jackson as Michael Jackson in Michael. Photo Credit: Bruce Talamon

Von Anfang an ist es schwer zu glauben, dass im Film „MICHAEL“ nicht Michael Jackson selbst spielt. So perfekt sind die Tanzszenen von Jaafar Jackson, dem Neffen von Michael Jackson. So ehrlich und natürlich ist sein Schauspiel. Man weiß, dass es nicht Michael Jackson sein kann, weil er ja leider nicht mehr unter uns ist, aber man fühlt dass es Michael Jackson ist. Das begeistert und berührt.

Jaafar Jackson as Michael Jackson and KeiLyn Durrel Jones as Bill Bray in Michael. Photo Credit: Glen Wilson/Lionsgate

Im Film MICHAEL wird hauptsächlich der Künstler oder besser die Kunstfigur MICHAEL thematisiert. Die negativen Meldungen zur Person Michael Jackson werden nicht thematisiert. Dies soll in Dokumentationen der Person gezeigt werden. Somit wird im Film MICHAEL nur eine einseitige Sicht gezeigt. Das muss aber nicht negativ sein. Im Film MICHAEL wird die Kunstfigur von der Person getrennt und somit kann man sie noch genauer betrachten.

Jaafar Jackson as Michael Jackson in Michael. Photo Credit: Courtesy of Lionsgate

So ist es möglich die große Kunst von MICHAEL zu schätzen. Die Widerstände gegen die MICHAEL damals kämpfen musste, kennt man heute gar nicht mehr und so ist man auch überrascht, dass zu der Zeit des Songs „Thriller“ so gut wie keine farbigen Künstler auf MTV gezeigt wurden. Ein sehr großer oder vielleicht sogar die größte Herausforderung für MICHAEL war aber sein Vater Joe Jackson (Colman Domingo).

Colman Domingo as Joe Jackson in Michael. Photo Credit: Courtesy of Lionsgate

Es ist eine bedrohliche Figur mit vielen Facetten. Sehr hart und mit einem Gespür für Musik und Showbusiness. Er selbst war Schichtarbeiter und wollte nicht, dass seine 5 Söhne auch Schichtarbeiter werden. So machte er sie zu den Jackson 5. Mit Michael als Frontman wurden sie auch sehr schnell erfolgreich und mit dem Song „ABC“ klappte der Durchbruch.

Judah Edwards as Young Tito, Jaylen Hunter as Young Marlon, Juliano Krue Valdi as Young MJ, Nathaniel McIntyre as Young Jackie and Jayden Harville as Young Jermaine in Michael. Photo Credit: Courtesy of Lionsgate

Da der Vater ein Patriarch war, gestaltete es sich für MICHAEL fast als unmöglich seine Solokarriere zu starten. So musste sich der Künstler MICHAEL gegen seinen Vater behaupten und hatte hier auch viele Niederlagen. Das ist tragisch und macht traurig. Man fühlt den Schmerz und die Verletzungen von MICHAEL und versteht welches Trauma er in sein Leben mitgenommen hat.

Colman Domingo as Joe Jackson in Michael. Photo Credit: Glen Wilson

Daneben ist es aber vor allem ein Film der begeistert. Fantastische Tanzszenen. Perfekt gesungene Hits. Wunderbare Entwicklungen. Man sieht wie zum ersten Mal der Moonwalk getanzt wurde. Man erlebt hatnah wie das Video von „Beat it“ entstand und welche Ideen erst am Set entwickelt wurden. Das begeistert und bei all der Tragik nimmt man diese Begeisterung mit.

Jaafar Jackson as Michael Jackson in Michael. Photo Credit: Glen Wilson

Olympiapark wird zum Jurassic Park

Titel: JURASSIC WORLD: THE EXPERIENCE

Ort: Kleine Olympiahalle München | Spiridon-Louis-Ring 21 | 80809

Öffnungszeiten: 

Montag: Geschlossen
Dienstag & Mittwoch: 10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag – Samstag: 10:00 – 20:00 Uhr
Sonntag & Feiertage: 10:00 – 18:00 Uhr
Besondere Schließtage: 25.05.2026 / 18.07.2026


Dauer: 17.04.2026 – 16.09.2026

Veranstalter: NEON, Universal Destinations & Experiences, Semmel Exhibitions, EVENTIM LIVE

Tourtrailer:

Diese Ausstellung ist für Klein und Groß und ein perfekter Ausflug für die ganze Familie. Wollten Sie nicht schon immer zum Jurassic Park reisen und mit Ihren Liebsten durch das riesige Eingangstor zum Park gehen?

Hier treffen Sie auch gleich den ersten Saurier, der riesig ist und sie freundlich von oben ansieht, denn er ist ein Pflanzenfresser. Zum Ankommen kann man dann gleich mit einem Fernrohr oder von einer Aussichtsplattform den Jurassic Park erforschen und sich einen Überblick verschaffen. Das ist vor allem für die Kinder gut, die noch nicht alle 3 Jurassic Park oder alle 4 Jurassic World Filme gesehen haben. Somit können sie erst mal im Jurassic Park ankommen.

Dann wird man Stück um Stück in die Welt der Jurassic-Experience hineingezogen. Schon am Eingang nach der Überfahrt sieht man die 5 Bereiche: REISE – ENTWICKLUNGSLABOR – AVIARIUM – SCHAUFÜTTERUNG – GYROSHPÄRE. Auch wenn einem einige Begriffe vor der Ausstellung noch nicht ganz geläufig sind, so wird man sie nach der Ausstellung alle durchlebt haben. Das ist das Faszinierende an dieser Ausstellung: Das Erlebnis selbst.

Ein Tipp für Erwachsene: Erinnern Sie sich an Ihre Faszination als Kind und gehen sie mit dieser Begeisterung in die Ausstellung. Bei einigen Exponaten wurde der kindliche Ansatz betont und so ist es manchmal für ernst gewordenen Erwachsene zu harmlos. Aber so können eben auch die Kinder gut damit in Kontakt treten.

Man sollte sich in der Ausstellung auch wenn möglich die Zeit nehmen und die sehr gut erstellten Informationstafeln und Informationsfilme intensiv betrachten. So kann auch der größte Jurassic-Park Fan noch neue Informationen mit nach Hause nehmen.

Also am Besten die Großfamilie von 5 – 70 Jahren einpacken und zur Jurassic World Experience aufbrechen. An das gemeinsame Erlebnis wird man sich sicher noch lange Erinnern.