Besetzung: Tom Holland, Zendaya, Jacob Batalon, Sadie Sink, Jon Bernthal, Tramell Tillman, Michael Mando und Mark Ruffalo
Kinostart: 29.07.2026
In „Spider-Man – Brand New Day“ ist der private Hintergrund unserer Superhelden das zentrale Thema. Das klingt zuerst langweilig, bringt aber eher die notwendige Tiefe in einen Marvel-Film, die ansonsten oft fehlt. So sind wir bei Spider-Man, Black Widow, Hulk und dem Punisher zu Hause oder an ihrem Arbeitsplatz. Das macht Spaß, wenn man mal den Tassenschrank beim Punisher aufmachen kann und sieht welche Bilder da drin kleben. Das macht sie menschlich, greifbar und witzig.
Es geht aber auch darum wie weit ist ein Superheld wirklich ein Held oder wie nah kann er auch am Monster sein. Diese Frage stellt sich HULK täglich und auch bei den anderen Superhelden und Superheldinnen gibt es schon Grenzüberschreitungen. Das macht den Kampf mit den vermeintlich Bösen nicht leichter. Zumal auch diese gute Seiten haben. Mit einem Satz: Es ist kompliziert.
Was „Spider-Man – Brand New Day“ aber wieder so richtig auflockert sind die oft mit Ironie durchzogenen Actionszenen. Diese sind inzwischen so ausgereift, dass man sich diesen Film definitiv in Motion Seats (Bewegten Kinosesseln) gönnen sollte. Denn auch die langsamen Szenen werden mit spannenden kleinen Bewegungen unterstützt.
Leider ist aber auch dieser Spider-Man sehr vorhersehbar und man erkennt schon in der ersten Sekunde, welcher Gutmensch später zum Bösen wird und andersrum. Story-Twister zeichnen sich schon weit vorher ab und so werden die 145 Minuten dann doch lang. Am Ende hat man zwar eine gute persönliche Zeit erlebt, aber für ein bewegendes Kinoerlebnis braucht es dann schon mehr. Spiderman ist eben dann doch nur Mainstream, aber dennoch gut.
THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Wer den Plan hat „Die Odyssee“ im Kino anzusehen, der sollte sich dafür genauso gut vorbereiten wie der Regisseur Christopher Nolan und sein Hauptdarsteller Matt Damon. Nolan hat den Stoff aufgesaugt, ihn bearbeitet, in die heutige Zeit übertragen und ihm zu guter Letzt einen neuen wichtigen Fokus gegeben. Wer dies nachvollziehen will, der sollte sich Homers Odyssee am besten vorab zu Gemüte führen. Matt Damon hatte auch zuerst Homers Odyssee gelesen und dann erst das Drehbuch. So kann man den Film wohl am besten verstehen. Denn von leichter Unterhaltung kann man bei diesem fast dreistündigem Epos wohl kaum sprechen. Überdies hat sich Matt Damon vor den Dreharbeiten in Actionhelden-Form gebracht, damit er die Strapazen der Drehs übersteht. Laut seiner Aussage gab es keinen einzigen einfachen Tag bei diesem Film und jeder einzelne Tag wäre bei jedem anderen Film der härteste Tag gewesen.
THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Aber das ist erst die Basis für dieses Epos. Durch die Länge des Films erlebt man die lange Zeit der Odyssee am eigenen Leib. Dabei wird man aber so in das Geschehen gezogen, dass die 173 Minuten nie lang wirken. In den ruhigeren Momenten des Films hängt man den eigenen Gedanken nach, den Nolan gelingt es die Odyssee in die heutige Zeit zu übertragen. Man erkennt klar die Geschichten, die man schon so oft gehört und gesehen hat. Diese sind aber auf einem sehr realistischen Level. Der Zyklop zum Beispiel ist abgrundtief hässlich. Die Bedrohlichkeit ist spürbar und zeigt wie groß die Gefahren für Odysseus und seine Gefährten waren.
Matt Damon (center) is Odysseus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Neben den Gefahren erlebt man auch die Entwicklung des „Helden“ Odysseus, der erkennt, dass es in der ganzen Geschichte nur wenig Heldentum gibt. Zentral im Film sind 2 Szenen. Zuerst der Teil der Sirenen. Seine Gefährten verstopfen sich die Ohren mit Wachs, aber Odysseus lässt sich an den Mast binden und erträgt die verlockenden und toxischen Gesänge. Sie bringen ihn zu einer Erkenntnis, die auch die Sicht des Zuschauers auf die Odyssee verändert. Die zweite Szene ist die Fahrt in die Unterwelt, den so genannten Hades. Odysseus erfährt hier viele Prophezeiungen und Wahrheiten. Er wäre aber nicht der listenreiche Krieger, wenn er nicht seinen ganz eigenen Umgang mit diesen plant.
Matt Damon is Odysseus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Es muss an dieser Stelle aber auch noch auf die vielen weiteren Charaktere der Odyssee und den fantastischen Schauspielenden verwiesen werden. Jeder nähert sich seiner Rolle auf sehr persönliche Art und Weise. So sind es echte Menschen, welche die Rolle nicht spielen, sondern verkörpern. Man kann gar nicht beurteilen, ob sie sich der Rolle von Innen oder von Außen nähern. Sie sind diese Figur zu 100% und sie sind auch sich selbst zu 100%. Ein Widerspruch, der aber in fast allen Nolan Filmen so stattfindet.
L to R: Mia Goth is Melantho and Anne Hathaway is Penelope in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.Robert Pattinson is Antinous in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.John Leguizamo is Eumaeus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.Tom Holland is Telemachus in THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Abschließend sei festgehalten, dass dieser Film eine neue Perspektive auf die Odyssee bietet. Sie ist faszinierend, verstörend und vor allem eine Perspektive aus der heutigen Zeit. Matt Damon ist sicher im eigentlichen Sinn nicht die Idealbesetzung des Odysseus, aber in diesem Nolan Film der Odyssee ist er passend und verkörpert die Idee des Regisseurs. Diese Idee wird auch von dem sphärischen und faszinierenden Soundtrack von Ludwig Göransson getragen, die man nach dem Film noch lange im Unterbewusstsein mit sich trägt. Das ist das eigentliche Verdienst dieses Films: Man nimmt viel Neues mit von einer Geschichte, die man eigentlich schon in und auswendig kennt. Wann kann man das schon mal von einem Kinobesuch sagen.
Director Christopher Nolan (center frame, arm raised) on set of his film THE ODYSSEY, written, produced, and directed by Christopher Nolan.
Also zuerst mal die Basics für alle, die das Marsupilami vielleicht noch nicht kennen: Das Marsupilami ist ein Tier des (fiktiven) Dschungels von Palumbien. Ausgedacht hat sich dieses Phantasiewesen der belgische Comicautor André Franquin. Es tauchte 1952 erstmals in der Comicserie Spirou und Fantasio auf. Sein Fell ist entweder einfarbig gelb, schwarz oder gelb und schwarz gepunktet. Das Marsupilami verfügt über herkulische Kräfte und wird wütend, wenn man ihm, seiner Familie oder dem Dschungel zu nahekommt. Die größte Besonderheit und wichtigste Waffe des Marsupilami ist sein acht Meter langer Schwanz, den es als eine Art Keule zur Verteidigung einsetzt. Zu diesem Zweck macht das Marsupilami einen Knoten in sein Schwanzende. Der Name Marsupilami ist ein Mix aus den Wörtern „Marsupialia“, der zoologischen Bezeichnung für Beuteltiere, sowie dem Wort „ami“, das auf Deutsch „Freund“ bedeutet.
Es ist für den Film nämlich sehr wichtig, was das Marsupilami ist und was es kann. Das Marsupilami kann klettern, laufen und mehrere hundert Meter tief und unendlich lang tauchen. Seine Leibspeisen sind Fische (besonders Piranhas), Flöhe, Ameisen und Früchte. Es hat eine einfache Sprache, kann aber einzelne Wörter und ganze Sätze nachsprechen. Eine der bekanntesten Laute des Marsupilamis ist wohl „Huba! Huba!“ Das Marsupilami kann ebenso stark wie süß sein, ist intelligent und schelmisch.
Zusammengefasst: Das Marsupilami ist einfach toll und ein Super-Kumpel. Das erlebt auch der 8 jährige Léo, der mit seinen geschiedenen Eltern eine überraschende Kreuzfahrt macht, die mit vielen Gefahren gespickt ist. Aus unterschiedlichen Gründen werden sie vom Zoll, von einer Söldnertruppe und der Besatzung des Kreuzschiffes gejagt. Zum Glück haben sie aber das Marsupilami im Team, dass sich sehr erfolgreich für sie körperlich einsetzt.
Der Film ist aber so viel mehr als diese turbulente Handlung. Es ist eine Comedy-Truppe auf höchstem Niveau. Sowohl der Regisseur als auch einige der Schauspieler kommen aus der Comedy und haben ein Gespür für gut platzierte Gags, das richtige Timing und die passenden Überraschungen. Beim Dreh wurde jede Szene mit dem Comedian Jamel Debbouze auch einmal improvisiert, um auch spontane Ideen einzubringen. Das merkt man als Zuschauer und das Lachen platzt öfter aus einem heraus.
„Marsupilami“ ist aber auch cineastisch ein Highlight. So werden viele andere Filme zitiert: „E.T.“, „Indiana Jones“, „Der Transporter“, „Gremlins“, aber auch Mangas wie Dragon Ball Z. Das gibt dem Ganzen Tiefe und schafft großartige Momente. Wer also Lust auf einen Film hat, der einem auf hohem Niveau zum Lachen bringt, dem sei das Marsupilami ans Herz gelegt. Wir haben den Film mit Jugendlichen getestet und auch sie waren voll begeistert. Hier die Zitate der jugendlichen Kinokritiker: „Ich finde dass es sehr viele Ereignisse auf einmal gibt. Aber das gehört ja zum Marsupilami dazu.“ – „Ich fand dem Film witzig“ – „Ich finde, dass der Film lustig war und das es nichts zu verbessern gibt.“ Somit ist es definitiv ein Film für die ganze Familie.