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MERCY – Filmbesprechung durch die KI

Hier nun eine Premiere bei hotcritics.com. Wir zeigen hier eine Filmbesprechung welche durch eine KI erstellt wurde. Wir wünschen viel Inspiration.

Filmbesprechung: MERCY (Kinostart: 22. Januar 2026)

Mit MERCY präsentiert Regisseur Timur Bekmambetov einen packenden Sci‑Fi‑Thriller, der gleichermaßen als Zukunftsvision, Gesellschaftskommentar und Hochspannungs‑Krimi funktioniert. Der Film verankert seine Story nur wenige Jahre in der Zukunft – im Jahr 2029 – und schafft gerade dadurch eine beunruhigende Nähe zur Realität.

  • Ein Albtraum auf Knopfdruck
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Der Polizist Chris Raven (Chris Pratt) erwacht gefesselt in einem futuristischen Verhörstuhl – dem „Mercy Chair“. Ihm gegenüber sitzt keine menschliche Richterin, sondern eine hochentwickelte KI, verkörpert durch Rebecca Ferguson als unnahbare und zugleich faszinierende Judge Maddox. Die Anklage lautet: Mord an seiner Frau. Die Zeit, seine Unschuld zu beweisen: 90 Minuten.

Was den Fall so brisant macht: Jede Kamera, jedes Smartphone, jede Aufnahme aus öffentlicher und privater Überwachung ist für die KI einsehbar. Die gesamte digitale Welt fungiert als Beweismaterial – ein allgegenwärtiger Spiegel, der den Angeklagten retten oder vernichten kann. Je nachdem, welche Daten die Maschine als glaubwürdig oder belastend einstuft.

  • Faszination Screenlife – Kino als Datenstrom
Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Bekmambetov, Begründer des „Screenlife“-Genres (Searching, Unfriended), kombiniert klassische Filmästhetik mit der Informationsflut moderner Technologie. MERCY spielt sich zwar nicht ausschließlich auf Bildschirmen ab, nutzt diese aber als integralen Bestandteil der Erzählung: Bodycam-Aufnahmen, Social‑Media‑Feeds, Drohnenbilder und Cloud-Datenwebs verweben sich zu einer kaleidoskopartigen Chronik von Ravens Leben.

Das Ergebnis ist ein visuell überwältigender Thriller, der die Grenzen zwischen Realität, digitaler Identität und Manipulation verwischt.

  • Darstellerische Höhepunkte
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Courtesy of Amazon MGM Studios © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Chris Pratt zeigt hier eine seiner nuanciertesten Leistungen der letzten Jahre. Fernab seiner gewohnten Blockbuster‑Leichtigkeit verkörpert er einen Mann zwischen Panik, Selbstzweifel und verzweifeltem Überlebenswillen.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Rebecca Ferguson brilliert als Judge Maddox – eine KI, die zunächst rein logisch und emotionslos wirkt, deren Prozess aber nach und nach subtile Risse zeigt. Ihr Spiel macht die Frage spannend, ob eine Maschine wirklich objektiv urteilen kann – oder ob sie, wie der Mensch, blinde Flecken entwickelt.

Actor Kali Reis, director Timur Bekmambetov and actor Chris Pratt on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Auch die Nebenrollen – darunter Annabelle Wallis, Kylie Rogers und Kali Reis – tragen zur emotionalen Tiefe bei und erweitern das Puzzle rund um Wahrheit, Schuld und Erinnerung.

  • Aktueller denn je

Die Themen von MERCY – Überwachung, KI‑Ethik, digitale Vorverurteilung – wirken nicht übertrieben futuristisch, sondern erschreckend plausibel. Das Presseheft verweist sogar auf reale Projekte, etwa KI‑basiertes „Predictive Policing“ oder digitale Entscheidungsalgorithmen in Gerichtssystemen. Der Film stellt Fragen, die uns längst betreffen:

  • Wie viel Macht sollte eine Maschine über menschliches Leben haben?
  • Was passiert, wenn Daten falsch interpretiert werden – oder manipuliert sind?
  • Ist völlige Transparenz ein Schutz oder eine Waffe?

MERCY macht aus diesen Fragen kein philosophisches Kammerspiel, sondern einen temporeichen Thriller, der gleichzeitig unterhält, provoziert und nachdenklich stimmt.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.
  • Fazit

MERCY ist ein mitreißender, hochaktueller Science‑Fiction‑Thriller, der Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet.

Bekmambetov nutzt innovative Technik, um ein Szenario zu entwerfen, das nur einen Schritt von unserer Gegenwart entfernt scheint. Chris Pratt und Rebecca Ferguson liefern herausragende Performances in einem Film, der die Frage stellt, wie viel Kontrolle wir bereit sind, einer künstlichen Intelligenz zu überlassen – und was passiert, wenn wir diese Grenze überschreiten.

Ein Muss auf der großen Leinwand – nicht nur wegen der spektakulären visuellen Umsetzung, sondern vor allem, weil der Film eine Diskussion eröffnet, die uns alle betrifft.

MERCY – KI ist nur ein Tool

Titel: MERCY

Regie: Timur Bekmambetov

Besetzung: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali „K.O.” Mequinonoag Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan

Kinostart: 22.01.2026

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Pl3WHWBOTiQ

Endlich ein Film, der die KI mal so darstellt wie oder besser was sie ist: Ein Tool, ein Werkzeug, etwas was Menschen anwenden können. Zugegeben MERCY ist hier schon ein sehr mächtiges Werkzeug. Der Name MERCY (Erbarmen) trifft es auch nicht genau. Sie ist nämlich Richterin, Ermittlerin und Vollstreckerin in einer KI. Somit ein Agentic-System, dass mehrere KI-Agents koordiniert. Da die Verbrechenszahlen in der nahen Zukunft exponentiell nach oben gestiegen sind, benötigt man Automatisierungen und Optimierungen durch die KI um damit fertig zu werden.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Das funktioniert auch gut. Durch 18 durchgeführte Fälle – bei denen jeweils die Schuld bewiesen wurde – sind die Verbrechen stark gesunken. Aber beim 19ten Fall ist alles anders, da jetzt der Police-Detektive Chris Raven vor dem KI-Gericht steht. Er war ursprünglich an der Entwicklung bzw. Einführung der KI beteiligt und stand einst hinter dem System, bevor er jetzt selbst davor landet. Er trifft hier auf Judge Maddox, eine hochentwickelte KI-Instanz, die in einem speziellen „Mercy Court“ über Kapitalverbrechen verhandelt und Urteile fällt. Chris hat nun genau 90 Minuten Zeit um seine Unschuld zu beweisen und kann dabei auf alle Kameras, Beweise und Telefonverbindungen zugreifen. Dabei laufen im Film exakt die 90 Minuten ab, welche im Gericht von Chris durchlebt werden.

Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Spannend in „MERCY“ ist, dass hier die KI nicht als allumfassende Gefahr und Feind dargestellt wird. Es ist eine sehr reife Sicht auf die KI, welche wohl nur durch einen Regisseur umgesetzt werden kann, der sich im Thema auskennt. Der Regisseur Timur Bekmambetov ist „leidenschaftlich“ an der digitalen Welt interessiert und nutzt MERCY bewusst, um zu zeigen, wie sehr unser Alltag bereits aus Fenstern, Klicks und Nachrichten besteht. Mit der Gerichts-KI geht er einen Schritt weiter, nämlich zu den Agentic-Systems. MERCY stellt KI als extrem leistungsfähiges Werkzeug dar, das jedoch nie „Alternative zum Menschen“ werden sollte, sondern Hilfsmittel, das menschliche Entscheidungen unterstützt und genau so agiert es.

Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Neben diesen ganzen technischen Details ist MERCY aber auch noch ein sehr guter actionreicher Krimi. Chris Raben muss schnell und mit all seiner Erfahrung als Detektive seine Unschuld beweisen. Hierbei ist es offen, ob er es einerseits schaffen wird und ob er andererseits überhaupt unschuldig ist. Das ist spannend und zieht den Zuschauer in die Gerichtsverhandlung von Chris durch die AI. Anfängliche Sympathien bröckeln und man beginnt selbst zum Detektive zu werden und den Fall zu lösen. Das gelungene Ende des Films belohnt dann die eigenen Ermittlungen und man hat in einem äußerst spannendem Trailer gelernt was die KI eigentlich ist: Ein Tool. Eine Besonderheit sei noch erwähnt. Die Darstellerin der Police-Team-Partnerin Ana wird von Kali Reis dargestellt. Sie ist eine US-amerikanische Profiboxerin und Schauspielerin. Sie ist Weltmeisterin in zwei Gewichtsklassen und hält seit 2020 den WBA-Titel im Halbweltergewicht, die WBO- und IBO-Titel im Halbweltergewicht seit 2021; und den WBC-Titel im weiblichen Mittelgewicht im Jahr 2016. Somit sind die realistische Kampfszenen in MERCY perfekt umgesetzt und bieten den nötigen ernsthaften Background.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

DUST BUNNY – Kindermonster sind die Schlimmsten

Titel: DUST BUNNY

Drehbuch & Regie: Bryan Fuller

Besetzung: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sigourney Weaver, David Dastmalchian, Rebecca Henderson, Sheila Atim

Kinostart: 19.02.2026

Trailer: LINK

DUST BUNNY ist ein wunderschöner Film mit vielen Monstern!!! Was sich wie ein Widerspruch anhört wird zur Maxime. Beginnen wir mit der Ausstattung. Es gibt wohl wenige Filme, welche sich so intensiv mit der Ausgestaltung des Settings und der Kostüme beschäftigen. Die Räume und Halen sind wunderschön. Fast möchte man auf Pause drücken um sich daran satt zu sehen. Sie unterstützen die Handlung, schärfen die Wahrnehmung und wirken somit wie ein starkes Gewürz für unsere Sinne. Mit den Kostümen verhält es sich ähnlich und so wird man sanft in diese Welt von DUST BUNNY hineingezogen.

Es ist die Welt der kleinen Aurora, die in ständiger Angst vor einem Monster lebt, das angeblich unter ihrem Bett lauert. Seit „Six Sense“ hat man wohl nicht mehr eine ähnlich intensive Kinderdarstellerin gesehen. Sophie Sloan haucht der kleinen Aurora eine kindliche Ernsthaftigkeit ein, welche fasziniert ohne einen Erwachsenen nachzuahmen. Sie hat durchaus kindliche Argumente, welche sie aber strukturiert einsetzt und genau formuliert. Schnell hat man sie ins Herz geschlossen und sorgt sich um sie. Denn das Monster ist für sie wirklich schrecklich.

Deshalb bittet sie den Killer (Mads Mikkelsen) von der Wohnung gegenüber um Hilfe und das ist alles kein Zufall. Schnell verweben sich die Geschichten der handelnden Personen ineinander. Mit jeder neuen Person welch in der Film tritt, werden diese Fäden mehr und enger verwoben. Sie werden genau ausgelegt, betrachtet und besprochen. So wird das Netz immer enger, bis es mit einem großen Knall zerreißt. Aber auch das ist Wunderschön!!!

Was den Film weit über den Durchschnitt erhebt ist sein künstlerischer Ansatz auf allen Ebenen. Kunst öffnet den Raum für Interpretationen und das Monster steht für so viel unterschiedliches, dass die Möglichkeiten der Interpretation viele sind. Das heißt aber nicht, dass der Film keine eigene Geschichte erzählt. Die Erzählung verzaubert und führt uns den Weg in die eigene Fantasie. Das ist was das Genre Film ausmacht und ist hier sehr gelungen umgesetzt. Daneben laufen neben der hervorragenden jungen Sophie auch die etablierten Schauspielenden zur Höchstform auf. Es scheint als ob sie das Spiel miteinander, mit dem Monster und mit so vielen weiteren Ebenen des Films genießen.

TRON ARES: Depeche Mode Fandom

Titel: TRON ARES

Regie: Joachim Rønning

Besetzung: Jared Leto, Greta Lee, Evan Peters, Hasan Minhaj, Jodie Turner-Smith, Arturo Castro, Cameron Monaghan, Gillian Anderson, Jeff Bridges

Kinostart: 09.10.2025

Trailer: (14) Tron: Ares | Offizieller Trailer | Ab 9. Oktober nur im Kino – YouTube

HOLLYWOOD, CALIFORNIA – OCTOBER 06: (L-R) Cameron Monaghan, Evan Peters, Gillian Anderson, Jodie Turner-Smith, Jared Leto, Jeff Bridges, Greta Lee, Hasan Minhaj, Sarah Desjardins and Arturo Castro attends the World Premiere of Disney’s Tron: Ares at the TCL Chinese Theater in Hollywood, CA on October 06, 2025. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for Disney)

Am besten kann man TRON ARES verstehen, wenn man sich bewusst macht, dass es sich hier um eine PINOCCHIO-Erzählung handelt. Ares kommt in unsere Welt. Er lebt, aber er ist kein Mensch. So wie Pinocchio oder wohl besser wie die russische Adaption Burattino. Bei Burattino geht es um die Befreiung und den goldenen Schlüssel zur Freiheit. Diesen sucht auch Ares und sein Schöpfer Julian Dillinger, da Ares zuerst nur 29 Minuten lebensfähig ist.

Jared Leto as Ares in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Wenn man diese PINOCCHIO-Sicht mit in den Film nimmt so wird einem die gnadenlose Ehrlichkeit von Ares bewusst, welche man ansonsten bei all den Action-Kampf-Szenen schnell vergisst. So sollte man auf die leisen Töne, kurze Blicke und kleine Reaktionen von Ares achten. So kann man seine Gefühlswelt besser verstehen. Er muss das Fühlen erst mal lernen und ist hier noch denkbar unsicher. Dabei zögert er aber nicht und schreitet mutig voran, wie friedlicher Kriegsgott. Diese Diaspora zieht sich durch den Film.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2024 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Ignoriert man diesen Ansatz so scheint TRON ARES platt und oberflächlich zu sein. Durchaus mit schönen Bildern, aber eher eine Fassade. Der geneigte Zusehende kann hier aber leicht tiefer gehen und Antworten auf die Fragen des Zusammenlebens der künstlichen Intelligenz und der Menschheit finden. Dabei ist die Singularität (Selbsterkenntnis der künstlichen Intelligenz) im Film aber schon geschehen. Somit haben wir hier noch andere Voraussetzungen als in unserer aktuellen Realität. Aber diese Differenzierung wird von vielen aktuell nicht vorgenommen und ist auch in der Wahrnehmung des Films ein Problem. So werden selbständige Reaktionen von Ares als normal menschlich angesehen und nicht als riesige Errungenschaft.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Egal wie tief man in TRON ARES einsteigt, ein Genuss von Anfang bis Ende ist der Soundtrack. Nine Inch Nails (NIN) sind elektronische Vorreiter, die oft in Bezug mit Depeche Mode gesetzt werden. Damit spielt auch der Soundtrack von TRON ARES. Es werden Depeche Mode Songs von NIN interpretiert und teilweise auch im Original gespielt. Fantastisch ist auch ein Dialog in dem Ares seine Sicht auf Depeche Mode zum besten gibt. Ein Programm kann elektronische Musik wohl anders verstehen als ein Mensch.

Jodie Turner-Smith as Athena in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Im Ganzen ist TRON ARES ein Genuss und der Zuschauende kann selbst bestimmen wie tief er in die Materie eintaucht. Von den Effekten, Bildern und dem Soundtrack kann sich aber jeder begeistern lassen. Insbesonders die farbliche und bildtechnische Darstellung der 3 Grids ist intensiv. Hervorragend umgesetzt ist die an monochrom angelehnte Darstellung der Grids von TRON-Erfinder Kevin Flynn. Es ist schön anzusehen, wie fantastische 3 D Ares auf einmal blass, monochrom und low-tech wird. Das macht ihn auf komische Art noch menschlicher.

(L-R) Jared Leto as Ares and Jeff BRidges as Flynn in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Nobody 2 – Abschalten im Urlaub ist halt schwer

Regie: Timo Tjahjanto

Besetzung: Bob Odenkirk, Connie Nielsen, John Ortiz, RZA, Colin Hanks, Christopher Lloyd und Sharon Stone

Kinostart: 21.08.2025

Hutch Mansell braucht dringend Urlaub. Er arbeitet so viel als Berufskiller, dass er seine Familie nur noch selten sieht. Was das Ganze noch schlimmer macht ist, dass er nicht über seinen Job reden darf. Um die Familie wieder zusammen zu bringen geht es gemeinsam mit Opa in den Vergnügungspark in dem Hutch schon als Kind einen sehr schönen Urlaub hatte. Aber dann kommt natürlich alles ganz anders.

(from left) Brady Mansell (Gage Munroe), Sammy Mansell (Paisley Cadorath), Hutch Mansell (Bob Odenkirk), David Mansell (Christopher Lloyd) and Becca Mansell (Connie Nielsen) in Nobody 2, directed by Timo Tjahjanto.

Hutch kann eben nicht aus seiner Haut und muss sich gegen Ungerechtigkeiten wehren. Das macht er auch selten mit Worten und Deeskalation ist auch nicht so sein Ding. In Nobody 2 wird man somit im Genre sehr gut unterhalten. Eine tolle Story kann man hier zwar nicht erwarten, aber die Actionszenen sind schon vom Feinsten. Besonders des Intro des Killeralltags von Hutch ist bemerkenswert gut inszeniert. Da stimmt der Rhythmus, der Schnitt, der Sound und die Kamera.

Nobody 2

Mit dazu hat Hutch auch sehr gute Mitstreiter wie zum Beispiel seinen Vater, der auch als Rentner noch so richtig vom Leder ziehen kann und man erkennt woher Hutch seinen Hang zur physikalischen Argumentation hat. Ein guter Action-Held benötigt aber auch einen würdigen Gegenspieler oder noch besser eine hochkarätige Gegenspielerin. Sharon Stone ist hier in Ihrem Element und man kann sich gut vorstellen, wie viel Spaß sie am Set hatte. Das ist leidenschaftliche Boshaftigkeit die äußerst unterhaltsam ist.

NOBODY 2

Im ganzen ist Nobody 2 ein klarer konsequenter Action-Film der nichts für zarte Geister ist. Für alle anderen ist er äußerst unterhaltsam.

Nobody 2

Shadow Force – 100 % Action

Regie: Joe Carnahan

Besetzung: Kerry Washington, Omar Sy, Mark Strong,
Da’Vine Joy Randolph, Cliff “Method Man” Smith

Kinostart: 08.05.2025

Trailer: (7) SHADOW FORCE: Die letzte Mission Trailer German Deutsch (2025) Omar Sy, Mark Strong – YouTube

Das Wichtigste zuerst: Shadow Force ist ein 100% Action Thriller und will auch nicht mehr sein. Die Martial Arts und Stunts sind perfekt. Die Darstellenden überzeugen durch Action-Können und perfektes Training. Hier braucht es keine schnellen Schnitte um Spannung zu erzeugen. Das ist alles gute Kampftechnik. Ware Action-Fans kommen hier somit voll auf ihre Kosten. Für den Rest der Zuschauer sieht es aber dürftig aus.

Die Witze sind vorhersehbar und die Gefühle bleiben platt und einfach. Die Settings sind somit eher wie aus einem Videospiel mit einer einfachen Story. Auf der anderen Seite kann die Action damit auch voll transportiert werden und ist äußerst konsequent umgesetzt.

Beachtenswert ist wie sich zum Beispiel Omar Sy hier als Darsteller des Issac Sarr zu dieser Rolle hochtrainiert hat. Es scheint so als ob er sein Leben lang schon Kampfkunst macht. Perfekte Schläge, Blockaden, Angriffe und Kniffe sind hier im Dauerfeuer und man kann nur ahnen wie hart das Training dazu war.

Nebenbei gibt es noch schöne internationale Landschaften wie Columbien, Miami, Mexiko, Spanien und andere Top-Spots für Killer und Spezial-Truppen. Der eigentliche Sinn und die Zukunft der Shadow-Force kann aber auch hier nicht gefunden werden und bleibt auf Gaming-Niveau. Somit einfach die Action genießen und sich auf die neuen Games mental vorbereiten.

Death of a Unicorn – Magisch und brutal

Regie: ALEX SCHARFMAN

Besetzung: Paul Rudd, Jenna Ortega, Richard E. Grant,

DVD-Erscheinungsdatum: 01.05.2025

Trailer: (300) DEATH OF A UNICORN Trailer German Deutsch UT (2025) Paul Rudd, Jenna Ortega – YouTube

Ok, „Death of a Unicorn“ ist sicher ein Film aus dem Trash-Genre, aber auf sehr hohem Niveau! Das zeigt schon das Line-Up der Schauspielenden: Jenna Ortega (Wednesday), Paul Rudd (Ant Man) und nicht zuletzt der großartige Richard E. Grant sind ja aus der ersten Riege. Außerdem ist es schon lange überfällig mit dem rosaroten Image der Einhörner aufzuräumen und sie mal zu ernsthaften mystischen Wesen zu transformieren. Das (N)Einhorn war hier schon mal ein guter Anfang, aber „Death of a Unicorn“ geht noch entschieden weiter.


Elliot Kintner (Paul Rudd) und seine Teenagertochter Ridley (Jenna Ortega) sind auf dem Weg zum abgelegenen Anwesen von Elliots exzentrischem, schwerreichen Chef Odell Leopold (Richard E. Grant), als sie versehentlich ein Einhorn überfahren … und töten. Das ist schon mal ein heftiger Schock am Anfang, aber es ist nur der Start einer aberwitzigen Entwicklung, die überraschend, heftig und äußerst unterhaltend ist. Trotz der mehr als schrägen Story klebt man am Sitz und kann seine Augen kaum abwenden, da man unbedingt wissen will wie es weiter geht.

Ridley forscht dann auch als Kunstgeschichtsstudentin die Geschichte der Einhörner und erkennt schnell, dass die populären Bilder von sanftmütigen Wesen kaum der Wahrheit entsprechen. Die mythischen Kreaturen sind uralt, wild und gefährlich – und sie fordern Vergeltung, um zurückzuholen, was ihnen genommen wurde … Das tun sie auch mit aller Konsequenz.


Mit bitterbösem Humor und überwältigender Wucht inszeniert Autor und Regisseur Alex Scharfman sein genreübergreifendes Spielfilmdebüt DEATH OF A UNICORN als temporeichen Film über Hybris, Generationenkonflikte und das zerstörerische Potenzial menschlicher Gier. Freut Euch auf dieses Meisterwerk, welches das Trash-Genre und die Einhörner endlich auf die passende Stufe stellt.


OLD GUY – Christoph Waltz Privat

Regie: Simon West

Besetzung: Christoph Waltz, Lucy Liu, Cooper Hoffman

DVD-Erscheinungsdatum: 14.03.2025

Endlich wieder ein Film mit Christoph Waltz. Über ein Jahr mussten wir warten und so sitzen wir gespannt in unseren Sesseln. Noch dazu hat er Lucy Liu und Cooper Hoffmann an seiner Seite, die ja auch keine Unbekannten sind. Das ganze Setting und der Trailer sehen nach einem packenden Actionfilm aus und wir haben das Popcorn bereit. Aber dann kommt alles ganz anders.

Stück um Stück wandelt sich der Actionfilm ins Private. Wir erleben den alternden Killer, der plötzlich entdeckt, dass es neben dem Töten auch noch das Leben gibt. Ähnlich unerwartete Entwicklungen macht auch die smarte Nachtclub-Betreiberin und der hochgelobte Jung-Killer. Was am Anfang noch staksig und pubertär daherkommt wird mit immer härteren Aufgaben und Misserfolgen leiser und persönlicher.

„Old Guy“ wird, wie im Film wohl auch von vielen Zuschauern, oft falsch interpretiert. Wenn man ihn als reinen Actionfilm sieht, dann wird er zum Ende hin vermutlich enttäuschend. Lässt man sich aber auf die Figuren und Entwicklungen ein, so entdeckt man viele Zwischentöne und Blicke, die auf eine neu gefunden Tiefe der Charaktere und deren Beziehungen zueinander hinsteuern.

So ist das Ende wohl eher ein neuer Anfang eines anderen Lebens nach dem Töten. Das ist eine schöne Metapher und es macht Freude dies mitzuerleben. Somit einfach darauf einlassen und genießen.