Titel: Supergirl
Regie: Craig Gillespie
Besetzung: Milly Alcock (Stunts: Mickey Facchinello), Eve Ridley, Jason Momoa, Matthias Schönarts
Kinostart: 02.07.2026
Trailer: https://youtu.be/toDKuGAcVaU?si=lHBunazWugDUvFUh
Mit Supergirl kann man mal sehen, was möglich gewesen wäre, wenn Superman schon früher so dreckig geworden wäre. Ein Meer voller Eindrücke und eine ehrliche Tiefe der Charaktere. Leider taucht aber Superman auch im Supergirl-Film auf und macht klar, dass das Superman-Universum nach vor ein schönes Abziehbild bleiben wird. Das ist ja auch kein Problem, denn das Supergirl-Universum ist viel viel spannender. Somit kann sich Superman schon mal von der Bühne verabschieden und das Rampenlicht für weitere Auftritte von Supergirl frei machen.

Es ist so entspannend einen Film zu sehen, der sich nicht um Männer dreht. Die beiden weiblichen Hauptfiguren Supergirl – Kara Zor-El (Milly Alcock ) und Ruthye (Eve Ridley) beherrschen diesen Film endeutig. Von Anfang an macht es Freude Ihnen bei Ihrem Leben und Ihren Entwicklungen zuzusehen. Dabei sind sie nie platt und stehen für sich und die anderen ein. Die Männer in diesem Film sind dabei nur platte Staffage, die versuchen mitzuhalten. Das soll aber nicht abwertend klingen, denn Matthias Schönarts spiielt den Super-Bösewicht Krem mit so einer hingebungsvollen Freude am Bösen, dass man fast selbst Lust bekommt auf eine Schurken-Karriere.

Die Szenen in Supergirl können dabei mit den bekannten dreckigen Science Fiction Filmen mithalten. Die unterschiedlichen Rassen in den übelsten Weltraum-Spelunken übertreffen sogar noch die Mos-Eisley-Cantina aus STAR WARS. Die Raumschiffe wären auch für die „Guardians of the Galaxy“ eine Freude und die Atmosphäre entspricht oft dem Cyberpunk 2077 Game. Eine herrliche Welt für wahre Science Fiction Fans.

Bei den Schauspielern im ganzen Film weiß man auch gar nicht wo man anfangen soll mit dem Lob. Sie verkörpern so sehr Ihre Figuren, dass man sie sich wohl nur noch schwer in anderen Rollen vorstellen kann, obwohl man sie schon in vielen anderen Rollen gesehen hat. Milly Alcock als Supergirl gibt die versoffene Superheldin mit so einer Energie, dass man nur zu gerne Abende mit ihr durchfeiern würde. Das würde man mit Jason Mamoa als der Kopfgeldjäger Lobo wohl besser nicht machen, weil man das mit 100% nicht überleben würde. Aber seine Wucht ist aus der Ferne schon bewundernd anzusehen.

Somit ab ins Kino und 2 Stunden auf der Überholspur feiern. Der ganze Spaß wird nur durch die lahmen kurzen Auftritte von Superman gebremst. Aber damit sieht man umso besser wie cool dieser Film ist. Nur eine Chance wurde in Supergirl vertan: Der Sound. Dieser ist fantastisch ausgewählt, bleibt aber in großen Teilen im Hintergrund. Wenn man den Sound als eigenes Stilmittel noch mehr eingearbeitet hätte, dann wäre der Kult-Status wohl noch größer gewesen. Aber man muss ja noch was zu meckern haben, oder?
