Titel: MICHAEL
Regie: Antoine Fuqua
Besetzung: Jaafar Jackson, Colman Domingo, Nia Long, Juliano Krue Valdi, Mike Myers
Kinostart: 22.04.2026
Trailer: MICHAEL | Offizieller Trailer deutsch/german HD – YouTube

Von Anfang an ist es schwer zu glauben, dass im Film „MICHAEL“ nicht Michael Jackson selbst spielt. So perfekt sind die Tanzszenen von Jaafar Jackson, dem Neffen von Michael Jackson. So ehrlich und natürlich ist sein Schauspiel. Man weiß, dass es nicht Michael Jackson sein kann, weil er ja leider nicht mehr unter uns ist, aber man fühlt dass es Michael Jackson ist. Das begeistert und berührt.

Im Film MICHAEL wird hauptsächlich der Künstler oder besser die Kunstfigur MICHAEL thematisiert. Die negativen Meldungen zur Person Michael Jackson werden nicht thematisiert. Dies soll in Dokumentationen der Person gezeigt werden. Somit wird im Film MICHAEL nur eine einseitige Sicht gezeigt. Das muss aber nicht negativ sein. Im Film MICHAEL wird die Kunstfigur von der Person getrennt und somit kann man sie noch genauer betrachten.

So ist es möglich die große Kunst von MICHAEL zu schätzen. Die Widerstände gegen die MICHAEL damals kämpfen musste, kennt man heute gar nicht mehr und so ist man auch überrascht, dass zu der Zeit des Songs „Thriller“ so gut wie keine farbigen Künstler auf MTV gezeigt wurden. Ein sehr großer oder vielleicht sogar die größte Herausforderung für MICHAEL war aber sein Vater Joe Jackson (Colman Domingo).

Es ist eine bedrohliche Figur mit vielen Facetten. Sehr hart und mit einem Gespür für Musik und Showbusiness. Er selbst war Schichtarbeiter und wollte nicht, dass seine 5 Söhne auch Schichtarbeiter werden. So machte er sie zu den Jackson 5. Mit Michael als Frontman wurden sie auch sehr schnell erfolgreich und mit dem Song „ABC“ klappte der Durchbruch.

Da der Vater ein Patriarch war, gestaltete es sich für MICHAEL fast als unmöglich seine Solokarriere zu starten. So musste sich der Künstler MICHAEL gegen seinen Vater behaupten und hatte hier auch viele Niederlagen. Das ist tragisch und macht traurig. Man fühlt den Schmerz und die Verletzungen von MICHAEL und versteht welches Trauma er in sein Leben mitgenommen hat.

Daneben ist es aber vor allem ein Film der begeistert. Fantastische Tanzszenen. Perfekt gesungene Hits. Wunderbare Entwicklungen. Man sieht wie zum ersten Mal der Moonwalk getanzt wurde. Man erlebt hatnah wie das Video von „Beat it“ entstand und welche Ideen erst am Set entwickelt wurden. Das begeistert und bei all der Tragik nimmt man diese Begeisterung mit.
