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MERCY – Filmbesprechung durch die KI

Hier nun eine Premiere bei hotcritics.com. Wir zeigen hier eine Filmbesprechung welche durch eine KI erstellt wurde. Wir wünschen viel Inspiration.

Filmbesprechung: MERCY (Kinostart: 22. Januar 2026)

Mit MERCY präsentiert Regisseur Timur Bekmambetov einen packenden Sci‑Fi‑Thriller, der gleichermaßen als Zukunftsvision, Gesellschaftskommentar und Hochspannungs‑Krimi funktioniert. Der Film verankert seine Story nur wenige Jahre in der Zukunft – im Jahr 2029 – und schafft gerade dadurch eine beunruhigende Nähe zur Realität.

  • Ein Albtraum auf Knopfdruck
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Der Polizist Chris Raven (Chris Pratt) erwacht gefesselt in einem futuristischen Verhörstuhl – dem „Mercy Chair“. Ihm gegenüber sitzt keine menschliche Richterin, sondern eine hochentwickelte KI, verkörpert durch Rebecca Ferguson als unnahbare und zugleich faszinierende Judge Maddox. Die Anklage lautet: Mord an seiner Frau. Die Zeit, seine Unschuld zu beweisen: 90 Minuten.

Was den Fall so brisant macht: Jede Kamera, jedes Smartphone, jede Aufnahme aus öffentlicher und privater Überwachung ist für die KI einsehbar. Die gesamte digitale Welt fungiert als Beweismaterial – ein allgegenwärtiger Spiegel, der den Angeklagten retten oder vernichten kann. Je nachdem, welche Daten die Maschine als glaubwürdig oder belastend einstuft.

  • Faszination Screenlife – Kino als Datenstrom
Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Bekmambetov, Begründer des „Screenlife“-Genres (Searching, Unfriended), kombiniert klassische Filmästhetik mit der Informationsflut moderner Technologie. MERCY spielt sich zwar nicht ausschließlich auf Bildschirmen ab, nutzt diese aber als integralen Bestandteil der Erzählung: Bodycam-Aufnahmen, Social‑Media‑Feeds, Drohnenbilder und Cloud-Datenwebs verweben sich zu einer kaleidoskopartigen Chronik von Ravens Leben.

Das Ergebnis ist ein visuell überwältigender Thriller, der die Grenzen zwischen Realität, digitaler Identität und Manipulation verwischt.

  • Darstellerische Höhepunkte
Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Courtesy of Amazon MGM Studios © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Chris Pratt zeigt hier eine seiner nuanciertesten Leistungen der letzten Jahre. Fernab seiner gewohnten Blockbuster‑Leichtigkeit verkörpert er einen Mann zwischen Panik, Selbstzweifel und verzweifeltem Überlebenswillen.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Rebecca Ferguson brilliert als Judge Maddox – eine KI, die zunächst rein logisch und emotionslos wirkt, deren Prozess aber nach und nach subtile Risse zeigt. Ihr Spiel macht die Frage spannend, ob eine Maschine wirklich objektiv urteilen kann – oder ob sie, wie der Mensch, blinde Flecken entwickelt.

Actor Kali Reis, director Timur Bekmambetov and actor Chris Pratt on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Auch die Nebenrollen – darunter Annabelle Wallis, Kylie Rogers und Kali Reis – tragen zur emotionalen Tiefe bei und erweitern das Puzzle rund um Wahrheit, Schuld und Erinnerung.

  • Aktueller denn je

Die Themen von MERCY – Überwachung, KI‑Ethik, digitale Vorverurteilung – wirken nicht übertrieben futuristisch, sondern erschreckend plausibel. Das Presseheft verweist sogar auf reale Projekte, etwa KI‑basiertes „Predictive Policing“ oder digitale Entscheidungsalgorithmen in Gerichtssystemen. Der Film stellt Fragen, die uns längst betreffen:

  • Wie viel Macht sollte eine Maschine über menschliches Leben haben?
  • Was passiert, wenn Daten falsch interpretiert werden – oder manipuliert sind?
  • Ist völlige Transparenz ein Schutz oder eine Waffe?

MERCY macht aus diesen Fragen kein philosophisches Kammerspiel, sondern einen temporeichen Thriller, der gleichzeitig unterhält, provoziert und nachdenklich stimmt.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.
  • Fazit

MERCY ist ein mitreißender, hochaktueller Science‑Fiction‑Thriller, der Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet.

Bekmambetov nutzt innovative Technik, um ein Szenario zu entwerfen, das nur einen Schritt von unserer Gegenwart entfernt scheint. Chris Pratt und Rebecca Ferguson liefern herausragende Performances in einem Film, der die Frage stellt, wie viel Kontrolle wir bereit sind, einer künstlichen Intelligenz zu überlassen – und was passiert, wenn wir diese Grenze überschreiten.

Ein Muss auf der großen Leinwand – nicht nur wegen der spektakulären visuellen Umsetzung, sondern vor allem, weil der Film eine Diskussion eröffnet, die uns alle betrifft.

MERCY – KI ist nur ein Tool

Titel: MERCY

Regie: Timur Bekmambetov

Besetzung: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali „K.O.” Mequinonoag Reis, Annabelle Wallis, Chris Sullivan

Kinostart: 22.01.2026

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Pl3WHWBOTiQ

Endlich ein Film, der die KI mal so darstellt wie oder besser was sie ist: Ein Tool, ein Werkzeug, etwas was Menschen anwenden können. Zugegeben MERCY ist hier schon ein sehr mächtiges Werkzeug. Der Name MERCY (Erbarmen) trifft es auch nicht genau. Sie ist nämlich Richterin, Ermittlerin und Vollstreckerin in einer KI. Somit ein Agentic-System, dass mehrere KI-Agents koordiniert. Da die Verbrechenszahlen in der nahen Zukunft exponentiell nach oben gestiegen sind, benötigt man Automatisierungen und Optimierungen durch die KI um damit fertig zu werden.

Rebecca Ferguson stars as Judge Maddox in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo Credit: Courtesy of Amazon MGM Studios

Das funktioniert auch gut. Durch 18 durchgeführte Fälle – bei denen jeweils die Schuld bewiesen wurde – sind die Verbrechen stark gesunken. Aber beim 19ten Fall ist alles anders, da jetzt der Police-Detektive Chris Raven vor dem KI-Gericht steht. Er war ursprünglich an der Entwicklung bzw. Einführung der KI beteiligt und stand einst hinter dem System, bevor er jetzt selbst davor landet. Er trifft hier auf Judge Maddox, eine hochentwickelte KI-Instanz, die in einem speziellen „Mercy Court“ über Kapitalverbrechen verhandelt und Urteile fällt. Chris hat nun genau 90 Minuten Zeit um seine Unschuld zu beweisen und kann dabei auf alle Kameras, Beweise und Telefonverbindungen zugreifen. Dabei laufen im Film exakt die 90 Minuten ab, welche im Gericht von Chris durchlebt werden.

Chris Pratt stars as Chris Raven in MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Spannend in „MERCY“ ist, dass hier die KI nicht als allumfassende Gefahr und Feind dargestellt wird. Es ist eine sehr reife Sicht auf die KI, welche wohl nur durch einen Regisseur umgesetzt werden kann, der sich im Thema auskennt. Der Regisseur Timur Bekmambetov ist „leidenschaftlich“ an der digitalen Welt interessiert und nutzt MERCY bewusst, um zu zeigen, wie sehr unser Alltag bereits aus Fenstern, Klicks und Nachrichten besteht. Mit der Gerichts-KI geht er einen Schritt weiter, nämlich zu den Agentic-Systems. MERCY stellt KI als extrem leistungsfähiges Werkzeug dar, das jedoch nie „Alternative zum Menschen“ werden sollte, sondern Hilfsmittel, das menschliche Entscheidungen unterstützt und genau so agiert es.

Actor Chris Pratt and director Timur Bekmambetov on the set of their film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

Neben diesen ganzen technischen Details ist MERCY aber auch noch ein sehr guter actionreicher Krimi. Chris Raben muss schnell und mit all seiner Erfahrung als Detektive seine Unschuld beweisen. Hierbei ist es offen, ob er es einerseits schaffen wird und ob er andererseits überhaupt unschuldig ist. Das ist spannend und zieht den Zuschauer in die Gerichtsverhandlung von Chris durch die AI. Anfängliche Sympathien bröckeln und man beginnt selbst zum Detektive zu werden und den Fall zu lösen. Das gelungene Ende des Films belohnt dann die eigenen Ermittlungen und man hat in einem äußerst spannendem Trailer gelernt was die KI eigentlich ist: Ein Tool. Eine Besonderheit sei noch erwähnt. Die Darstellerin der Police-Team-Partnerin Ana wird von Kali Reis dargestellt. Sie ist eine US-amerikanische Profiboxerin und Schauspielerin. Sie ist Weltmeisterin in zwei Gewichtsklassen und hält seit 2020 den WBA-Titel im Halbweltergewicht, die WBO- und IBO-Titel im Halbweltergewicht seit 2021; und den WBC-Titel im weiblichen Mittelgewicht im Jahr 2016. Somit sind die realistische Kampfszenen in MERCY perfekt umgesetzt und bieten den nötigen ernsthaften Background.

Kali Reis stars as Ana in director Timur Bekmambetov’s film MERCY, from Amazon MGM Studios. Photo credit: Justin Lubin © 2025 Amazon Content Services LLC. All Rights Reserved.

DUST BUNNY – Kindermonster sind die Schlimmsten

Titel: DUST BUNNY

Drehbuch & Regie: Bryan Fuller

Besetzung: Mads Mikkelsen, Sophie Sloan, Sigourney Weaver, David Dastmalchian, Rebecca Henderson, Sheila Atim

Kinostart: 19.02.2026

Trailer: LINK

DUST BUNNY ist ein wunderschöner Film mit vielen Monstern!!! Was sich wie ein Widerspruch anhört wird zur Maxime. Beginnen wir mit der Ausstattung. Es gibt wohl wenige Filme, welche sich so intensiv mit der Ausgestaltung des Settings und der Kostüme beschäftigen. Die Räume und Halen sind wunderschön. Fast möchte man auf Pause drücken um sich daran satt zu sehen. Sie unterstützen die Handlung, schärfen die Wahrnehmung und wirken somit wie ein starkes Gewürz für unsere Sinne. Mit den Kostümen verhält es sich ähnlich und so wird man sanft in diese Welt von DUST BUNNY hineingezogen.

Es ist die Welt der kleinen Aurora, die in ständiger Angst vor einem Monster lebt, das angeblich unter ihrem Bett lauert. Seit „Six Sense“ hat man wohl nicht mehr eine ähnlich intensive Kinderdarstellerin gesehen. Sophie Sloan haucht der kleinen Aurora eine kindliche Ernsthaftigkeit ein, welche fasziniert ohne einen Erwachsenen nachzuahmen. Sie hat durchaus kindliche Argumente, welche sie aber strukturiert einsetzt und genau formuliert. Schnell hat man sie ins Herz geschlossen und sorgt sich um sie. Denn das Monster ist für sie wirklich schrecklich.

Deshalb bittet sie den Killer (Mads Mikkelsen) von der Wohnung gegenüber um Hilfe und das ist alles kein Zufall. Schnell verweben sich die Geschichten der handelnden Personen ineinander. Mit jeder neuen Person welch in der Film tritt, werden diese Fäden mehr und enger verwoben. Sie werden genau ausgelegt, betrachtet und besprochen. So wird das Netz immer enger, bis es mit einem großen Knall zerreißt. Aber auch das ist Wunderschön!!!

Was den Film weit über den Durchschnitt erhebt ist sein künstlerischer Ansatz auf allen Ebenen. Kunst öffnet den Raum für Interpretationen und das Monster steht für so viel unterschiedliches, dass die Möglichkeiten der Interpretation viele sind. Das heißt aber nicht, dass der Film keine eigene Geschichte erzählt. Die Erzählung verzaubert und führt uns den Weg in die eigene Fantasie. Das ist was das Genre Film ausmacht und ist hier sehr gelungen umgesetzt. Daneben laufen neben der hervorragenden jungen Sophie auch die etablierten Schauspielenden zur Höchstform auf. Es scheint als ob sie das Spiel miteinander, mit dem Monster und mit so vielen weiteren Ebenen des Films genießen.

EXTRAWURST – Der neue Rosemüller Film

Titel: Extrawurst

Regie: Marcus H. Rosemüller

Besetzung: Hape Kerkeling, Fahri Yardim, Anja Knauer, Gaby Dohm

Kinostart: 15.01.2026

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=YbC8F45HRr4

v.r.n.l.: Matthias (Friedrich Mücke), Torsten (Christoph Maria Herbst), Heribert (Hape Kerkeling)

Dieser Film lässt sicher niemanden unberührt. Es ist ein ganz normaler Film über eine ganz normale Vereinssitzung in einem ganz normalen Tennisclub mit ganz normalen Mitgliedern. Aber leider ist für jeden einzelnen der Begriff „normal“ eben etwas total anderes. Jeder versucht dabei seine Vorstellung von „normal“ den anderen überzustülpen und das ist überraschenderweise sehr witzig. Dabei beginnt alles ganz harmlos. Die Vereinssitzung ist schon fast am Ende, da muss nur noch kurz der Grill für das nächste Vereinsfest besprochen werden. Aber dann steht die selbstbewusste Vereinsmeisterin Melanie Pfaff auf und frägt ob man nicht einen Extragrill für die türkischen Mitglieder aufstellen könnte. Ihr Glaube verbietet es Ihnen, dass sie Essen von einem Grill nehmen auf dem Schweinefleisch gegrillt wurde. Diese eine Frage entzündet eine Diskussion, die immer weitere Blüten treibt.

Seit Jahren erleben wir, wie die Debattenkultur in Deutschland den Bach runtergeht. In dem neuen Film von Marcus H. Rossemüller „EXTRAWURST“ ist das aber ziemlich anders. Dabei ist EXTRAWURST zu 80 Prozent Komödie und zu 20 Prozent Drama und das ist eine tolle Mischung. Der Film basiert auf dem Theaterstück EXTRAWURST welches 2019 uraufgeführt wurde und schnell zu einem der erfolgreichsten und meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen avancierte ist. Es trifft den Nerv, weil es ein Abbild der Gegenwart ist. Die Besonderheit des Theaterstückes ist, dass sich das Publikum in die Diskussion einbringen kann. Niemand muss sich oder seine Meinung verstecken, jeder darf am Ende abstimmen, ob ein zweiter Grill für die kleine Minderheit angeschafft wird, ob also der türkische Tennisspieler Erol seine „Extrawurst“ bekommt. Die Presse schrieb: „Der Abend macht großen Spaß, weil er bei aller Überzeichnung vor allem eins ist: Erschreckend wahr.“

Hape Kerkeling + Anja Knauer + Fahri Yardim

Im Kinofilm ist das natürlich nicht möglich, aber wir fragen uns nach dem Film schon was eigentlich unsere Meinung dazu ist. Vor allem weil die Diskussion bald in alle Richtungen geht. Warum hat hier schon wieder eine Frau gefragt, die ja immer Unruhe in den Verein bringen. Wenn es einen Extragrill für die türkischen Mitglieder gibt, darf der dann größer sein als der Grill für die deutschen Mitglieder? Müssen wir jetzt alle Veganer werden, wenn wir diese Frage nicht klären können? Man merkt schnell, dass die EXTRAWURST hier nur ein Platzhalter ist für so viele Meinungen welche in diesem Film aufeinander treffen. Wie in jeder Komödie eskaliert das alles immer weiter. Einerseits lacht man dabei lauthals los und andererseits bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

Anja Knauer – Christoph Maria Herbst

Damit der Film so gut funktioniert, braucht es aber nicht nur einen hervorragenden Regisseur wie Marcus H. Rosemüller („Wer früher stirbt ist länger tot“, „Beckenrand Sheriff“, „Pumuckl und das große Missverständnis“) sondern auch sehr feinfühlige Schauspieler. Die gibt es in EXTRAWURST viele. Allen voran Hape Kerkeling („Club Las Piranhas“, „Ich bin dann mal weg“, „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“) der es wieder einmal schafft uns auf äußerst witzige Art an der Nase herumzuführen. Fahri Yardim („Keinohrhasen“, „Jerks“) spielt Erol Oturan – übrigens der einzige türkische Spieler des Tennisvereins – mit einer so entwaffnenden Herzlichkeit, dass man ihm am liebsten in allen Punkten recht geben möchte.

Neben den vielen männlichen Schauspielern gibt es noch etliche starke Frauen in EXTRAWURST. Anja Knauer („Tsunami“, „Résiste – Aufstand der Praktikanten“) bringt nicht nur mit Ihrer ersten Frage den Stein ins Rollen, sondern mischt auch den ganzen Männerverein so richtig wohltuend auf. Gaby Dohm („Das Schlangenei“, „Das Traumschiff“) als Grand Madame des deutschen Film/TV ist auch in EXTRAWURST über allen Zweifeln erhaben und versucht standhaft Ihre Contenance zu wahren. Aber das fällt sogar ihr schwer.

Gaby Dohm

Abschließend ist zu sagen, dass EXTRAWURST absolut sehenswert ist, da er unsere Sicht auf die deutsche Gesellschaft ändert. Wir sehen danach die Welt anders und haben vielleicht mehr Lust auf Diskussionen. Es hilft, wenn man die eigene Meinung mal in Frage stellt und sich die Argumente der anderen zu Gemüte führt. So kommt man am Ende zu einer vielschichtigen Meinung, welche uns allen hilft und unser Leben reicher macht. In diese Richtung geht auch das Ende des Films, aber ganz sicher anders als man es sich vorstellen kann. Viel Spaß dabei.

David Bowie als Mensch

Titel: A day with David Bowie

Ort: Arnulfstraße 195-199. Pineapple Park. 80634 München

Öffnungszeiten: Mo. – So.: 10:30 bis 19:30 Uhr

(Ausstellung schließt 1 Stunde nach dem letzten Einlass)

Dauer: 18.11.2025 – 28.02.2026

Es ist schon eine sehr intime Ausstellung. David Bowie war 1994 mit André Heller und Brian Eno im Gugging Art Center bei Wien. Dabei wurden die drei von der Fotografin Christine de Grancy begleitet, welche öfter mit André Heller zusammen gearbeitet hatte. Es sind hierbei Bilder entstanden, welche uns einen neuen Blickwinkel auf Bowie offenbaren. Sie zeigen ihn konzentriert, nachdenklich und innerlich berührt. Denn das Gugging Art Center ist einzigartig und schon allein eine Ausstellung wert.

Im Gugging Art Center sind die Künstler auf Dauer hospitalisierte Menschen, deren künstlerische Begabung in höchstem Maße gefördert wurde und wird. Daraus entsteht eine ganz andere Kunst, welche auf ihre Art sehr frei und spielerisch wirkt. In der Ausstellung sehen wir neben den Schwarz-Weiß Fotographien auch die Werke der Künstler. So sind ganze Räume einzelnen Künstlern gewidmet und riesige Wände zeigen diese freie Kunst.

Das ist auch das besondere an dieser Ausstellung. Der nachdenkliche und aufmerksame David Bowie scheint mit den Kunstwerken der außergewöhnlichen Künstler zu interagieren. Noch dazu sieht man sie auch auf den Photographien zusammen im Gespräch oder nur einfach nebeneinander stehen. Hier werden viele Ebenen der Kommunikation dargestellt und fast ist man selbst in diese Kommunikation eingebunden. Das ist sehr berührend und verändert das Bild auf David Bowie.

Überdies werden einige entscheidende Momente von David Bowie dargestellt, welche weniger bekannt sind. So zum Beispiel seine eigene Behinderung nach einer Schlägerei. Ein Freund hatte ihm derart auf das Auge geschlagen, dass dies bis zu seinem Lebensende immer eine stark vergrößerte Pupille besaß. Dies führt zu einer seltsamen Irritation bei der Betrachtung von David Bowie. Man merkt irgendetwas ist anders, aber da es so klein ist, erkennt man es nicht auf den ersten Blich. Nach dieser Ausstellung aber schon.

Wer nun Lust hat David Bowie mal als Mensch und nicht als Superstar zu entdecken, der sollte noch bis zum 28.02.2026 zu „A day with David Bowie“ gehen. Zusätzlich unterstützen die ungewöhnlichen Ausstellungsräume die nicht gewohnte Wahrnehmung des Künstlers. Hervorragend anders, so wie David Bowie an und für sich!!!

STAR WARS – Fans sind in der Stadt

Titel: STAR WARS – The fans strike back

Ort: Arnulfstraße 195-199. Pineapple Park. 80634 München

Öffnungszeiten: Mo. – So.: 10:30 bis 19:30 Uhr

(Ausstellung schließt 1 Stunde nach dem letzten Einlass)

Dauer: 18.11.2025 – 28.02.2026

Na das war ja mal richtig viel Arbeit!!!!! Es ist sehr beeindruckend wie viel Aufwand die STAR WARS Fans in diese Ausstellung gesteckt haben. Bei den sehr detailverliebten Modellen wurde eine Präzession umgesetzt, wie man sie eigentlich nur von Profis erwartet. Das wird bereits beim ersten Modell deutlich: Einem sehr detaillierten Millennium-Falken, den man sofort in einem STAR WARS Film einsetzen könnte. Dazu läuft ein Clip des STAR WARS Fans, der hier etliche Stunden, Tage, Wochen und Monate an Arbeit investiert hat. Liebevoll erklärt er die einzelnen Techniken und Herausforderungen. Man spürt die Liebe zum STAR WARS Universum und würde am liebsten mit ihm über die ganze Saga diskutieren.

Der Millennium-Falke ist aber nur der Auftakt. In einer sehr großen Ausstellung geht es immer weiter mit neuen Welten und Überraschungen. Einige sind sehr groß und füllen ganze Räume. Andere sehr klein und ziehen den Besucher in den Bann. Es sind nicht nur die unterschiedlichen STAR WARS Welten, welche hier begeistern, sondern auch die Bandbreite der Ideen zur Umsetzung. Zum Vergleich sind auch einige Figuren von HASBRO ausgestellt, welche ebenfalls mit viel Liebe zum Epos von George Lucas erstellt wurden. Denn auch in den kommerziellen Produkten sind Fans am Werk, die Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

Bemerkenswert ist die 1:1 Umsetzung des Pod-Racer von Anakin Skywalker mit Jar-Jar Bings und Watto. Watto ist ja bekanntlich der Inhaber des Schrottplatzes in Mos Espa auf dem Anakin Skywalker arbeiten muss. Hier hat Anakin dann seinen Pod-Racer aus Schrottteilen gebaut. Auch das Fan-Modell des Pod-Racer ist aus vielen Schrottteilen zusammengebaut. Aber eben auf der Erde und nicht auf dem Planeten Tatooine. Hier schließt sich ein Kreis und der Besucher kann direkt den Schrott berühren aus dem der Racer gebaut ist. Das Ganze sieht auch noch fantastisch aus und man würde gerne einsteigen um ein Rennen zu fahren.

Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Fan-Filme. Hier scheut man sich nicht auch mal nicht ganz perfekte Exemplare zu zeigen. So wird klar, wie viel Aufwand man braucht um einen STAR WARS Film zu drehen. Daneben gibt es aber auch Fan-Filme welche schon nahezu perfekt sind. Die Spanne zwischen Begeisterung und Können ist eben auch bei Fans groß.

Alles in allem sind die Ausstellungsstücke sehr bemerkenswert und beeindruckend. Dazu können Fans auch etwas bauen, was nicht von Lucas/Disney abgenommen ist. So sieht man zum Beispiel einen Samurai-STAR WARS Helm, den es aber gar nicht im STAR WARS Universum gibt. Er verdeutlicht die Nähe von STAR WARS zu den Werten und Ästhetiken der Samurai. Somit erkennt der Besucher neue Zusammenhänge und hat am Ende ein tieferes Verständnis von STAR WARS. Für den Fan ein Muss und auch für Besucher, welche zum Beispiel nur die ersten Filme kennen, äußerst unterhaltsam. Die Ausstellung läuft noch bis zum 28.02.2026

Eddington – Das reale Amerika

Titel: Eddington

Regie: Ari Aster

Besetzung: Joaquin Phoenix, Pedro Pascal, Emma Stone und Austin Butler

Kinostart: 20.11.2025

Trailer: https://www.dailymotion.com/video/x9j33hs

Eddington ist eine kleine Kleinstadt irgendwo in Amerika. Eddington ist eine Konzentration der Ereignisse / Meinungen / Frustrationen / Radikalisierungen in Amerika während der Corona-Epidemie. Eddington ist eine Persiflage. Eddington ist die westliche Welt in einem Brennglas.

Das alles ist Eddington, aber eigentlich ist es so viel mehr. Es ist die Darstellung von dem was in einer scheinbaren Extremsituation von der Menschlichkeit übrig bleibt. Auf der einen Seite sehr wenig und auf der anderen Seite überraschend viel.

Dabei ist es eigentlich sehr einfach. Der Sheriff von Eddington hasst den Bürgermeister von Eddington seit langem und ist mit seinen Corona-Vorgaben nicht einverstanden. Das ist die Schwarz-Weiß-Sicht, aber der Film Eddington zeichnet multiple differenzierte Schattierungen dazu.

Wenn dann in so einer Welt auch noch sehr authentische Schauspielende wie Joaquin Phoenix, Pedro Pascal und Emma Stone ihre ganze Ehrlichkeit zu den Figuren dazu geben, dann ist das einerseits durchaus privat berührend, aber andererseits auch ein sehr detailliertes Abbild unseres Miteinanders.

Eddington ist in gewisser Weise ein unbeschreiblicher Film. Aber wenn man erlebt zu welchen Extremen der amerikanische Traum kommen kann, dann hat man viel von dieser Welt verstanden. Überraschenderweise macht das Mut, wenn man bereit ist sich auf Veränderungen einzulassen.

Es sei hier abschließend noch erwähnt, dass der Regisseur Ari Aster auch das Drehbuch geschrieben und den Film produziert hat. Dazu hat er auch den Film Bugonia inszeniert, welcher ähnlich faszinierend ist. Es ist schon faszinierend wie ein Mensch in einer so kurzen Schaffungszeit schon so viele bedeutende Filme realisieren kann. Diesen Namen sollte man sich unbedingt notieren.

Bugonia – Verschwörungstheorie für Fortgeschrittene

Titel: Bugonia

Regie: Yorgos Lanthimos

Besetzung: Emma Stone, Jesse Plemons, Aidan Delbis,                             Stavros Halkias, Alicia Silverstone

Kinostart: 30.10.2025

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=n5r3JYud6pY

Verschwörungstheorien sind spätestens seit Corona stark im Aufwind. Was vor dem Internet nur für einzelne Persönlichkeiten von Bedeutung war, nimmt nun zu. Die eigentliche Bedrohung wird aber in Bugonia deutlich. Verschwörungstheorien zerstören nachhaltig und zersetzen die Substanz der Gesellschaft. Zugegeben, der Film hat Längen und man muss schon geduldig sein. Man wird langsam immer mehr in den Kaninchenbau der Verschwörungstheorie hineingezogen. Schön ist die Verschwörungswelt auch nicht. Verlorene Seelen in heruntergekommenen Umgebungen sind nervig und man will am liebsten weg. Aber sie sind eben da und strecken ihre Tentakeln in alle Richtungen.

(L to R) Aidan Delbis as Don and Jesse Plemons as Teddy in director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

Damit erreichen sie auch die bedeutende Firmenchefin, welche brillant von Emma Stone dargestellt wird. Sie wird entführt und es entwickelt sich ein Macht- und Meinungskampf mit skurrilen Entwicklungen. Als Kinobesucher wird man hier schon auf eine harte Probe gestellt. Es sei hier aber ohne Spoiler durchaus vermerkt, dass man am Ende dafür belohnt wird. Wenn man aus dem Kino geht, so hat man eine andere Sicht des Films und ggf. auch der Welt im Kopf. Es sei auch geraten sich den Abspann anzusehen, da auch er einige Verschwörungstheorien enthält.

Emma Stone stars as Michelle in director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

Alles in allem bekommt man mit Bugonia den Zugang zu einer Welt der Verschwörungstheorien, den man nicht kennt und ggf. auch nicht kennenlernen will. Aber die Theorien sind eben da und bergen essentielle Gefahren in sich, welche uns zu Denken geben sollten. Bugonia ist definitiv kein unterhaltsamer, aber ggf. ein wichtiger Film, damit die Macht der Verschwörungstheorien nicht immer größer wird.

(L to R) Actors Jesse Plemons and Emma Stone during the production of director Yorgos Lanthimos‘ BUGONIA, a Focus Features release. Credit: Atsushi Nishijima/Focus Features © 2025 All Rights Reserved.

Wieviel vom Pumuckl steckt in uns?!?

Titel: Pumuckl und das große Missverständnis

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Besetzung: Florian Brückner, Maximilian Schafroth, Robert Palfrader, Matthias Bundschuh, Gisela Schneeberger, Ilse Neubauer, Frederic Linkemann, Anja Knauer u.v.m

Kinostart: 30.10.2025

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=C5eA6RVPW0Y

Digital media asset from Pumuckl und das große Missverständnis (Bildmaterial). Generated on 2025-08-07 22:43:32

Das müssen wir uns schon mal direkt fragen: Wieviel vom Pumuckl steckt eigentlich in uns?!? Wir alle kamen ja an ihm in unserer Jugend nicht vorbei. Aber wie war denn unsere Verbindung zum Pumuckl? Waren wir Pumuckl-Fans oder haben wir uns selbst als Pumuckl gesehen? Hat er uns nur fasziniert oder fanden wir ihn echt blöd? Wie auch immer, es gibt wohl Keinen unter uns, der Pumuckl nicht als Referenzpunkt sieht.

Digital media asset from Pumuckl und das große Missverständnis (Bildmaterial). Generated on 2025-08-07 22:43:35

Wie mag es da wohl dem Meister Eder gehen? Es ist für uns schon schwer vorzustellen, aber es gibt auch einen Meister Franz Eder vor dem Pumuckl. Ein solider Schreiner in München, der wohl mehr kann als die anderen Schreiner. Aber dann kam ein Kobold in seine Welt und hat ihn entführt. In eine Welt der Fantasie die für Meister Eder bis dahin ausgeschlossen war. Diese Welt der Fantasie setzt sich jetzt in „Pumuckl und das große Missverständnis“ fort und wird noch viel größer.

Digital media asset from Pumuckl und das große Missverständnis (Bildmaterial). Generated on 2025-08-07 22:43:51

Florian, der Enkel vom Herrn Eder, hatte schon immer viel Fantasie. Er hat die Werkstatt vom alten Franz übernommen und auch den Kobold. Es ist schon faszinierend, wie sehr Florian Brückner als Schauspieler hier das Erbe von Gustl Bayrhammer übernimmt. Wer Florian Brückner kennt, der ja lange in Riedering gelebt hat, der weiß auch wieviel vom neuen Meister Eder in ihm steckt. Aber vielleicht sind wir es auch als Zuschauende, die uns hier wiederfinden. Wir merken, dass dieser Film sehr sehr viel mit uns zu tun hat. Vor allem auch deshalb, weil etliche Drehorte im Inntal sind und man im Film immer wieder Stellen entdeckt an denen man selbst schon gewesen ist.

© Constantin Film Distribution/Neue Super/Bernd Schuller

Retro – Ist als Kennzeichen für den Film „Pumuckl und das große Missverständnis“ stark untertrieben. Es gibt hier nur wenig, was nicht aus der Zeit vor 2000 stammt. Das ist nicht Verklärung einer alten Zeit, sondern ein Konzept der Darstellung einer Welt von Früher. Anachronistisch definitiv, faszinierend auch, aber definitiv ein Effekt, der uns mitnimmt in eine frühere Zeit.

Digital media asset from Pumuckl und das große Missverständnis (Bildmaterial). Generated on 2025-08-07 22:43:44

Somit ist Pumuckl wieder einmal ein Spiegel für uns selbst. Gekrönt wird das Ganze noch von einem unfreiwilligen aber sehr rührigem Auftritt in der Münchner Staatsoper. Die Erkenntnis des Films ist: Das was wir sind, kann man so als Kunstwerk auf jede Bühne stellen. Großkotzig sicher, aber auch ganz schön richtig: WIR SIND PUMUCKL!!!

© Constantin Film Distribution/Neue Super/Marc Reimann

TRON ARES: Depeche Mode Fandom

Titel: TRON ARES

Regie: Joachim Rønning

Besetzung: Jared Leto, Greta Lee, Evan Peters, Hasan Minhaj, Jodie Turner-Smith, Arturo Castro, Cameron Monaghan, Gillian Anderson, Jeff Bridges

Kinostart: 09.10.2025

Trailer: (14) Tron: Ares | Offizieller Trailer | Ab 9. Oktober nur im Kino – YouTube

HOLLYWOOD, CALIFORNIA – OCTOBER 06: (L-R) Cameron Monaghan, Evan Peters, Gillian Anderson, Jodie Turner-Smith, Jared Leto, Jeff Bridges, Greta Lee, Hasan Minhaj, Sarah Desjardins and Arturo Castro attends the World Premiere of Disney’s Tron: Ares at the TCL Chinese Theater in Hollywood, CA on October 06, 2025. (Photo by Alberto E. Rodriguez/Getty Images for Disney)

Am besten kann man TRON ARES verstehen, wenn man sich bewusst macht, dass es sich hier um eine PINOCCHIO-Erzählung handelt. Ares kommt in unsere Welt. Er lebt, aber er ist kein Mensch. So wie Pinocchio oder wohl besser wie die russische Adaption Burattino. Bei Burattino geht es um die Befreiung und den goldenen Schlüssel zur Freiheit. Diesen sucht auch Ares und sein Schöpfer Julian Dillinger, da Ares zuerst nur 29 Minuten lebensfähig ist.

Jared Leto as Ares in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Wenn man diese PINOCCHIO-Sicht mit in den Film nimmt so wird einem die gnadenlose Ehrlichkeit von Ares bewusst, welche man ansonsten bei all den Action-Kampf-Szenen schnell vergisst. So sollte man auf die leisen Töne, kurze Blicke und kleine Reaktionen von Ares achten. So kann man seine Gefühlswelt besser verstehen. Er muss das Fühlen erst mal lernen und ist hier noch denkbar unsicher. Dabei zögert er aber nicht und schreitet mutig voran, wie friedlicher Kriegsgott. Diese Diaspora zieht sich durch den Film.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo Courtesey of DIsney. © 2024 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Ignoriert man diesen Ansatz so scheint TRON ARES platt und oberflächlich zu sein. Durchaus mit schönen Bildern, aber eher eine Fassade. Der geneigte Zusehende kann hier aber leicht tiefer gehen und Antworten auf die Fragen des Zusammenlebens der künstlichen Intelligenz und der Menschheit finden. Dabei ist die Singularität (Selbsterkenntnis der künstlichen Intelligenz) im Film aber schon geschehen. Somit haben wir hier noch andere Voraussetzungen als in unserer aktuellen Realität. Aber diese Differenzierung wird von vielen aktuell nicht vorgenommen und ist auch in der Wahrnehmung des Films ein Problem. So werden selbständige Reaktionen von Ares als normal menschlich angesehen und nicht als riesige Errungenschaft.

Jared Leto as Ares in Disney’s TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Egal wie tief man in TRON ARES einsteigt, ein Genuss von Anfang bis Ende ist der Soundtrack. Nine Inch Nails (NIN) sind elektronische Vorreiter, die oft in Bezug mit Depeche Mode gesetzt werden. Damit spielt auch der Soundtrack von TRON ARES. Es werden Depeche Mode Songs von NIN interpretiert und teilweise auch im Original gespielt. Fantastisch ist auch ein Dialog in dem Ares seine Sicht auf Depeche Mode zum besten gibt. Ein Programm kann elektronische Musik wohl anders verstehen als ein Mensch.

Jodie Turner-Smith as Athena in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Im Ganzen ist TRON ARES ein Genuss und der Zuschauende kann selbst bestimmen wie tief er in die Materie eintaucht. Von den Effekten, Bildern und dem Soundtrack kann sich aber jeder begeistern lassen. Insbesonders die farbliche und bildtechnische Darstellung der 3 Grids ist intensiv. Hervorragend umgesetzt ist die an monochrom angelehnte Darstellung der Grids von TRON-Erfinder Kevin Flynn. Es ist schön anzusehen, wie fantastische 3 D Ares auf einmal blass, monochrom und low-tech wird. Das macht ihn auf komische Art noch menschlicher.

(L-R) Jared Leto as Ares and Jeff BRidges as Flynn in Disney’s Live Action TRON: ARES. Photo by Leah Gallo. © 2025 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.